Gesamtmetall
Linke Spalte: Navigation, Suche und NewsletterMittlere Splate: InhaltRechte Spalte: weiter Inhalte, Kontext-Navigatioren, LinksRechter Rand

Sie Sind hier: Startseite > Presse
Inhalt

Podcast: Die Schule der Weltbürger 



Einblicke in Deutschlands grösste Industriebranche: Die private Jacobs University in Bremen zählt zu den deutschen Spitzen-Universitäten. Die Vision dieser Elite-Hochschule: Weltbürger mit sozialer Verantwortung auszubilden.

"Es ist eine lustige Geschichte: Ich habe nach einer internationalen Universität in Deutschland gesucht und einfach entsprechende Begriffe in Google eingegeben. Ganz oben stand dann die Jacobs University – die Webseite hat mir sehr gefallen und so habe ich beschlossen mich anzumelden." Regina Karakina kommt aus Usbekistan. Die junge Frau hat das Bewerbungsverfahren erfolgreich durchlaufen und studiert nun seit einem Jahr Geowissenschaften und Astrophysik in Bremen.

Saurav Subedi aus Nepal erging es ähnlich: "Ich hatte generell nach guten Universitäten weltweit, mit Schwerpunkt in den USA, gesucht, aber dann bin ich irgendwann im Internet auf die Jacobs University gestoßen." Jetzt studiert Saurav Subedi im zweiten Jahr Biochemie und Zellbiologie. Die 21jährige Deutsch-Türkin Yonca Dege hatte die Uni ebenfalls im Internet gefunden. "Und dann habe ich das gleich wieder verworfen, weil ich dachte, das würde ich mir nicht leisten können." Kurze Zeit später hat sie erfahren, dass das kein Hinderungsgrund sein muss. Mit einem Stipendium ausgestattet, studiert sie mittlerweile im dritten Jahr Sozialwissenschaften.

Die Drei sind keine Einzelfälle. Rund 100 Nationen sind unter den 1.300 Studierenden der privaten Jacobs University im Bremer Norden vertreten. "Wir bieten etwas, was so in dieser Form in Deutschland keine andere Universität bieten kann", erklärt Uni-Sprecher Peter Wiegand, "nämlich tatsächlich eine Ausbildung auf hohem akademischen Niveau, vollständig in englischer Sprache, und dann noch hinzu – das ist ein ganz wichtiger Aspekt: Wir sind eine Campus-Universität mit einer exzellenten Betreuung der Studierenden die dann hier, wenn sie zu uns auf den Campus kommen, aus ihren Heimatländern, gleich ein Zimmer vorfinden, die ganz viel Service und Hilfeleistungen haben, wenn es darum geht, eine Krankenversicherung abzuschließen, und in allen Lebenslagen von uns betreut werden."

Das unterscheidet die Jacobs University von vielen anderen Deutschen Universitäten. Allein die Geschlossenheit des Campus-Geländes gibt selbst dem Besucher ein Gefühl von Gemeinschaft und Geborgenheit. Angefangen hat alles Ende der 1990er Jahre. Damals wurde die International University Bremen gegründet - unterstütz von der Universität Bremen, der Rice University in Houston/ Texas, und der Freien Hansestadt Bremen. Im Herbst 2001 begann auf dem Gelände der ehemaligen Roland-Kaserne der Studienbetrieb. Doch die private Universität hätte in den finanziell schwierigen Anfangsjahren fast ein schnelles Ende gefunden. Der Kaffeeröster Klaus J. Jacobs bewahrte sie schließlich 2006 mit einer Spende von 200 Millionen Euro vor dem Aus. Seitdem trägt die Lehranstalt seinen Namen und entwickelt sich rasant.

Die Jacobs University bietet heute Studiengänge in den Bereichen Ingenieurwesen, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften an. Insgesamt gibt es jeweils 19 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Bedingungen sind hervorragend. Das Betreuungsverhältnis von Professoren zu Studierenden liegt bei 1:10. Das kann durchaus als traumhaft bezeichnet werden. Denn der Durchschnitt bei den staatlichen Universitäten in Deutschland beträgt 1:70. Was die Verantwortlichen in Bremen nicht wollen, sind eindimensionale fachliche Qualifikationen. Ich-bezogene Fachidioten haben auf dem Campus keinen Platz, betont Uni-Sprecher Wiegand. "Wir schauen dann wirklich darauf, dass wir Persönlichkeiten bekommen, die auch sich im sozialen Bereich engagieren, denen wir zutrauen, später einmal wirklich Weltbürger mit globaler Verantwortung zu werden. Das ist unser Erziehungsstil." Über das Akademische hinaus soll so ein nachhaltiger interkultureller Dialog auf dem Campus gefördert werden.

Wie das funktioniert zeigt sich beispielsweise tagtäglich im College NORDMETALL. Es ist das größte der vier Studentenwohnhäuser auf dem Campus. Hier wohnen 266 Studenten – in 83 Doppel- und 91 Einzelapartments. Im Frühjahr vergangenen Jahres wurde es bezogen. Zwei Drittel der Baukosten von 15 Millionen Euro hat der Arbeitgeberverband NORDMETALL gespendet. Dessen Präsident Ingo Kramer sieht in der Jacobs University einen "maßgeblichen Baustein bei der Verwirklichung einer engen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft".

Auch zwischenmenschlichen Fähigkeiten werden gefördert, erläutert Regina Karakina. "Bei mir auf dem Flur wohnen Studenten aus 20 Nationen und wenn Du in Deinem Apartment wechselnde Mitbewohner hast musst Du zwangsläufig lernen, mit Menschen aus anderen Kulturen umzugehen." Für die Rumänin Alexandra Fasola, die internationales Logistikmanagement studiert, ist das besonders wichtig. "Während der letzten drei Jahre habe ich hier großartige Menschen kennen gelernt und erfahren, dass man alles erreichen kann, wenn man die richtigen Menschen um sich herum hat, mit den man offen umgeht."

Und auch Yonca Dege schätzt das Zusammenleben im College NORDMETALL sehr: "Also jeden Tag lerne ich was Neues, einfach nur im Gespräch beim Mittagessen oder wenn man zum Beispiel spät abends noch an einem Projekt arbeiten muss, ist es ganz praktisch, dass man sich hier dann immer treffen kann und zusammen lernen kann." Und das kann unter Umständen auch schon mal der eigene Professor sein! Denn in den Colleges der Jacobs University gibt es noch eine Besonderheit. Ganz wie an amerikanischen und englischen Spitzen-Unis üblich, wohnt nämlich auch hier ein Professor als so genannter „College Master“ Tür an Tür mit seinen Studenten.

Im College NORDMETALL ist das Thomas Heine mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. Thomas Heine ist Professor für Theoretische Physik und er schätzt den ständigen und damit besseren Zugang zu den Studenten sehr, da er schließlich die Besten für seine Forschung braucht und so auch findet. "Man hat ein sehr exzellentes Studentenpotenzial, und es macht einfach Spaß, mit denen zusammenzuarbeiten, nicht nur in der Lehre, sondern auch in der Forschung. Und das ist ein deutlicher Unterschied zu den anderen Universitäten." Außerdem schätzt Professor Heine die „interkulturelle Umgebung“ im College. "Dass die Leute sich kennenlernen, aber auch ihre Erfahrungen von ihrer Heimat an diese Institution mitbringen, das ist schon eine sehr interessante Mixtur, und das bereichert das Leben ungemein". Saurav Subedi fügt hinzu: "Du entwickelst Dich hier zu einem Menschen, der die Welt als globales Dorf sieht."

Und nach dem Studium – ergänzt Yonca Dege: "Also ich find’s toll, dass ich fast überall auf der Welt Freunde haben könnte, das betrachte ich schon als Reichtum."

empty
Ansprechpartner:

Peter Wiegand
Director Corporate Communications
0421 – 200 4450
 
LeserbriefLeserbrief
FavoritFavorit
Versendenversenden
Druckendrucken
Zurück zurück
Topnach oben