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4. Nutzung flexibler Arbeitszeitkonten




Wie funktionieren Zeitkonten?
  • Flexible Arbeitszeitregelungen ermöglichen es, den Personaleinsatz an schwankende Auftragslagen anzupassen. Bei vorübergehendem Auftragsmangel oder befristeten Absatzproblemen können die auf Zeitkonten angesammelten Guthaben abgeschmolzen werden. Zeitkonten können sogar ins Minus gefahren werden, um eine Weiterbeschäftigung der Arbeitnehmer zu ermöglichen.
  • In Frage kommen hierfür die flexiblen Arbeitszeitkonten, nicht jedoch Gleitzeit- oder Langzeitkonten. Flexible Arbeitszeitkonten haben einen festen Ausgleichszeitraum von meist 12 Monaten und/oder sehen Ober- bzw. Untergrenzen für Zeitguthaben bzw. Minusstunden vor.

Welche Bestimmungen gelten für die Einrichtung und Nutzung von Zeitkonten?
  • Bei der Einrichtung flexibler Arbeitszeitkonten muss das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates beachtet werden.
  • Wenn ein Ausgleichszeitraum nicht den betrieblichen Erfordernissen genügt (zum Beispiel ein Minussaldo nicht mehr innerhalb des Ausgleichszeitraums nachgearbeitet werden kann), dann eröffnen die M+E-Tarifverträge die Möglichkeit, die Ausgleichszeiträume zu verlängern. Dies kann zusätzliche Spielräume für mehr Arbeitszeitflexibilität schaffen.
  • Wo noch keine flexiblen Arbeitszeitkonten existieren, können diese eingerichtet und – theoretisch jedenfalls – sogleich ins Minus gefahren werden.

Welche Probleme können entstehen?
  • Werden Arbeitszeitkonten überzogen, tritt das Unternehmen mit seiner Lohnzahlung in Vorleistung. Daher müssen der Aufbau von Minusstunden so begrenzt oder die Ausgleichszeiträume so weit verlängert werden, dass die Konten innerhalb dieses Zeitraums auch realistischerweise wieder ausgeglichen werden können.
  • Ein nur schwer kalkulierbares Risiko besteht darin, dass – unabhängig von der Frage des späteren Ausgleichs – die wirtschaftliche Durststrecke zu lange andauert und die Lohn-Vorleistung das Unternehmen finanziell überfordert.
  • Zeitkonten helfen den Unternehmen nicht bei Liquiditätsproblemen.

Wie diese Maßnahme im Unternehmen konkret wirkt, und welche Möglichkeit für Ihr Unternehmen die beste Lösung ist, erläutern die Berater der M+E-Verbände.
 
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