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Inhalt
Gesamtmetall: Eckpunkte zur Zeitarbeit in der Metall- und Elektro-IndustrieZeitarbeit ist für die Weltmarktfähigkeit der Metall- und Elektro-Industrie unverzichtbar. In Zeiten schwankender Firmenkonjunkturen stabilisiert sie die Personalpolitik der Unternehmen und sichert zugleich die nötige Flexibilität im Personaleinsatz: Im Aufschwung ermöglicht sie die termingerechte Abwicklung der Aufträge, bei einer Konjunkturabschwächung reduziert sie die fixen Kosten, die das rigide deutsche Arbeitsrecht mit verursacht. Zeitarbeitern entsteht aus dieser Pufferfunktion kein Nachteil, da sie unabhängig vom Einsatz im Kundenbetrieb in einem festen Beschäftigungsverhältnis beim Zeitarbeitsunternehmen stehen. Zeitarbeit ist ein modernes Instrument der Personalpolitik, das die Stammbelegschaften nicht ersetzt, sondern ergänzt. Gerade für die technologisch anspruchsvolle M+E-Industrie ist sie daher keine Alternative zur Beschäftigung eigener Mitarbeiter. Die meisten M+E-Arbeitsplätze erfordern umfassende Erfahrungen im eigenen Betrieb. Vor allem Unternehmen mit komplexen Prozessen und hohem Know-how leben vom stetigen Ausbau der Stammbelegschaften und der Auffrischung ihres Wissens. Zeitarbeit ist für die M+E-Industrie immer wichtiger. Ihr Anteil ist deutlich gestiegen, bleibt aber überschaubar: 2007 lag er im bundesweiten Durchschnitt aller M+E-Branchen bei sechs Prozent. Auch der Stellenaufbau in der M+E-Industrie kommt vor allem den Stammbelegschaften zugute. Hier entstanden im vergangenen Jahr 120.000 neue Arbeitsplätze, während die Zahl der Zeitarbeitnehmer nur um 40.000 zunahm. Zeitarbeit ist in der M+E-Industrie leistungsgerecht entlohnt. Einkommen, Arbeitszeiten und sonstige Arbeitsbedingungen der Stammbelegschaft und der Zeitarbeitnehmer können nicht automatisch gleichgesetzt werden. Unterschiede sind sachlich gerechtfertigt, weil Stammbelegschaften aufgrund ihrer Betriebserfahrung, Qualifikation und in der Regel anspruchsvolleren Aufgaben eine höhere Produktivität aufweisen. Zeitarbeit ist für viele Menschen die Brücke aus der Arbeitslosigkeit in die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Zwei Drittel der Zeitarbeitskräfte waren zuvor ohne Beschäftigung. Rund ein Viertel der Zeitarbeiter wird von Kundenunternehmen in deren Stammbelegschaft übernommen. Zeitarbeit schafft gerade für Geringqualifizierte zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Zeitarbeit ist eine professionell organisierte Branche mit hohem Beschäftigungspotenzial und exzellenten Zukunftsaussichten. Weil sie bezahlt wird, ist Zeitarbeit keine Leiharbeit. Zeitarbeitnehmer befinden sich nicht in einem ‚prekären’, sondern in einem vollwertigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis beim Zeitarbeitsunternehmen, das sie fördert und qualifiziert. Kein anderer Wirtschaftszweig in Deutschland wird so umfassend durch Flächentarifverträge geregelt. IG Metall und Gesamtmetall haben keinen Anlass, in die Rahmenbedingungen der Zeitarbeitsbranche hineinzuregieren. Zeitarbeit ist auf politische Unterstützung angewiesen. Die Rücknahme von Reformen und neue gesetzgeberische Beschränkungen würden die Entwicklung der derzeit wachstumsstärksten Branche unserer Volkswirtschaft einengen. Die Zeitarbeit darf nicht in das Entsendegesetz aufgenommen werden, zumal sie zu fast 100 Prozent tarifgebunden und nicht durch Dumping-Löhne ausländischer Zeitarbeiter bedroht wird. Staatliche Eingriffe in die Zeitarbeit würden vielen Erwerbslosen die Chance nehmen, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. |
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