Qualifizierung und Weiterbildung
Die berufliche Qualifizierung der Mitarbeiter ist ein Kernanliegen für die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E), eine der innovativsten Branchen in Deutschland. Die Unternehmen bauen auf ihre hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiter. Aus- und Weiterbildung lassen den Anteil der Fachkräfte an allen Beschäftigten seit langem kontinuierlich steigen: Heute sind rund 75 Prozent der Beschäftigten Facharbeiter und Akademiker.
Die berufliche Weiterbildung ist zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der M+E-Unternehmen unerlässlich. Ohne die ständige Weiterbildung der Mitarbeiter wäre der Erfolg der Unternehmen auf den internationalen Märkten in den vergangenen Jahren nicht vorstellbar gewesen. Deshalb investierten sie 2007 (aktuellste Daten) pro Mitarbeiter und Jahr im Durchschnitt etwa 1.070 Euro in die Weiterbildung. Insgesamt wendete die M+E-Industrie 2007 also rund 3,7 Mrd. Euro für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter auf.
Betriebliche Weiterbildung muss sich am Qualifikationsbedarf des Betriebs orientieren und mit der Investitions- und Organisationsplanung abgestimmt sein. Es gibt deshalb in der Weiterbildung der M+E-Industrie eine vielfältige betriebliche Praxis mit betriebsindividuellen Lösungen.
Die betriebliche Weiterbildung steht vor besonderen Herausforderungen– unabhängig von der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Unternehmen müssen sich auf den demografischen Wandel sowie auf eine wachsende Fachkräfteknappheit einstellen und die Qualifizierung älterer Mitarbeiter organisieren. Dazu werden sich auch der Wandel auf den Märkten, die Innovationsdynamik, die internationale Vernetzung der Unternehmen sowie die Dienstleistungsorientierung weiter verstärken und die Beschäftigten vor neue Aufgaben stellen.
Dabei ist wichtig, dass auch die Mitarbeiter die berufliche Weiterbildung als wichtiges eigenes Zukunftsthema erkennen. Berufliche Qualifizierung nutzt Betrieben und Beschäftigten gleichermaßen. Lastensharing – etwa durch Einbringung von Freizeit – ist deshalb durchaus zumutbar.