Geschäftsbericht 2013/2014

Geschäftsbericht 2013/2014

Geschäftsbericht 2013/2014

Der diesjährige Geschäftsbericht wartet mit neuer Optik und einem modernen Design auf. Trotz dieser äußerlichen Auffrischung will er in bewährter Weise über die Arbeit von Gesamtmetall in den letzten Monaten informieren.

Durch die 20-monatige Laufzeit der letzten Tarifvereinbarung bis Anfang 2015 stehen im aktuellen Geschäftsbericht andere Aufgaben von Gesamtmetall etwas mehr im Fokus. Doch auch im Geschäftsjahr 2013/2014 ohne Tarifrunde herrschte kein Mangel an Themen und Aufgaben. Dafür sorgte nicht zuletzt die Politik mit der Bundestagswahl und langwierigen Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD. Beides begleitete Gesamtmetall intensiv, um die sozialpolitischen Interessen unserer Industrie zu wahren.

Zu den unverzichtbaren Kernaufgaben von Gesamtmetall für unsere Mitglieder gehören die Koordinierungsfunktion in der Tarifpolitik, die Beratungs- und Dienstleistungsfunktion sowie die Interessenvertretung. Die Politik setzt Rahmenbedingungen, daher braucht es in Berlin eine starke Stimme unserer M+E-Industrie. Gesamtmetall kämpft hier hörbar, nachdrücklich und entschieden auf allen Ebenen für die Interessen unserer Unternehmen. Im Kern so vehement wie eh und je, aber – wie der äußerlich aufgefrischte Geschäftsbericht – mit neuen Ideen und Konzepten. Schon der Koalitionsvertrag von Union und SPD zeigt, wie stark Tarifkoordinierung und Interessenvertretung im politischen Raum heute verbunden sind: Beinahe jedes sozialpolitische Vorhaben der neuen Bundesregierung greift in bestehende tarifliche Regelungen ein, wie die Beispiele Mindestlohn, Rente, Arbeitnehmerüberlassung zeigen. Umgekehrt versuchen die Gewerkschaften verstärkt, ihre tarif- und organisationspolitischen Ziele durchzusetzen, indem sie auf die Politik einwirken, beispielsweise bei den Themen Werkverträge oder psychische Belastungen. So sind Tarifbewegungen und Polit-Kampagnen inzwischen miteinander verbunden, wechseln permanent und verstärken sich gegenseitig. Hier ist Gesamtmetall gefordert und dabei wird es – dafür braucht es keine prophetischen Gaben – zunächst ganz sicher bleiben.

Auch die Erfüllung der Beratungs- und Dienstleistungsfunktion erforderte viele und harte Anstrengungen. Diese wurden innovativ, verlässlich und zur Zufriedenheit der Mitglieder gemeistert. In Fragen der Sozial-, Bildungs- und Arbeitspolitik, im Arbeitsrecht, bei der Tarifpolitik, der Volkswirtschaft und in der Presse und Öffentlichkeitsarbeit – auf die Mitarbeiter von Gesamtmetall war auch im letzten Geschäftsjahr Verlass.

Wie im vergangenen Jahr kamen bei großer Kontinuität der Kernaufgaben neue Themen und Herausforderungen für den Verband hinzu. Auf das Ende des Berichtszeitraums fällt nun der Abschluss der Gespräche im Rahmen der Gesprächsverpflichtung: Dieses Thema hat uns seit der Tarifrunde 2012 beschäftigt und sicherlich zu einem verstärkten Dialog mit der IG Metall über die Fragen der Wettbewerbsfähigkeit der M+E-Industrie und des demografischen Wandels geführt. Ob sich daraus Initiativen und auch gemeinsames Handeln ergeben, ist noch nicht sicher.

Der Geschäftsbericht will Sie über die Aktivitäten unseres Verbandes umfassend und kurzweilig informieren.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen

Oliver Zander
Hauptgeschäftsführer Gesamtmetall

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