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Podcast: Das Wir-Gefühl stärken 



Einblicke in Deutschlands grösste Industriebranche: Das Ausbildungskonzept der Harting Technologiegruppe

"Es macht einfach Spaß, hier zu arbeiten!". Henrike Heidtmann ist Studentin der Mechatronik. "Wir sind halt alle unter einem Dach...", ergänzt Kommilitone Marco Braun, "und können uns mit allen austauschen." Genauso sieht es Marko Beric, der im ersten Ausbildungsjahr zum Verfahrensmechaniker ist und besonders schätzt, "dass alle zusammen arbeiten". Was die drei jungen Leute so begeistert, ist das Neue Ausbildungszentrum HARTING, kurz NAZHA, der HARTING Technologiegruppe im ostwestfälischen Espelkamp, nördlich des Teutoburger Waldes.

Nun sind Ausbildungszentren in den Unternehmen der Deutschen Metall- und Elektro-Industrie im Grunde genommen nichts Besonderes. Was das NAZHA jedoch von fast allen anderen Zentren unterscheidet, ist die Tatsache, dass hier alle 77 Auszubildenden – gewerbliche, technische, kaufmännische und Duale Studenten – nicht nur unter einem Dach untergebracht sind, sondern darüber hinaus auch noch teilweise zusammen lernen und arbeiten. Harting hat weltweit über 3.000 Beschäftigte, davon mehr als die Hälfte in der Kleinstadt Espelkamp. Das Unternehmen wurde 1945 gegründet und zählt heute zu den führenden Herstellern von Steckverbindern, Geräteanschlusstechnik, Netzwerkkomponenten und konfektionierten Systemkabeln, mit denen Maschinen und Anlagen vernetzt und mit Daten sowie Energie versorgt werden. Außerdem produziert die Firma elektromagnetische Komponenten für die Automobilindustrie. Insgesamt sind es 18 Ausbildungs-Berufe, die da an einem Ort zusammenkommen.

Für dieses Konzept haben die Verantwortlichen bei HARTING die gesamte Struktur der Ausbildung neu geordnet. So soll den Auszubildenden und Studierenden ein Verständnis für das gesamte Unternehmen vermittelt werden – von der Entwicklung und Produktion, über das Marketing, den Vertrieb bis hin zur Logistik und Verwaltung. "Das geht anhand beispielsweise von Projektarbeiten", erklärt Ausbilder Artur Maurer. Da arbeiten dann Auszubildende aus dem Metallbereich mit Kollegen aus der Elektrotechnik zusammen. "Das heißt, es kommen externe Aufträge rein, man macht die Bearbeitung durch die gewerblichen Auszubildenden und die Abrechnungen beispielsweise über die Kaufleute".

So bekommt jeder von jedem etwas mit. Das schätzt auch Student Marco Braun, der im Rahmen seines Dualen Studiums zusätzlich eine praktische Ausbildung macht: "Dann kann man sich mit denen unterhalten. Also es ist recht interessant auch mal zu gucken, was in anderen Berufen gemacht wird. Man kriegt so ein bisschen mehr so einen Überblick davon". Das gilt auch für übergreifende Themen: "Wir hatten zum Beispiel verschiedene IHK-Kurse. Es fällt mir jetzt der eine „Benimm ist in“-Kurs ein, bei dem haben dann auch alle gewerblichen und kaufmännischen Auszubildenden unseres Jahrgangs dann mitgemacht". Rund zwei Millionen Euro hat HARTING in das neue Ausbildungskonzept investiert und dabei auch ein architektonisch außergewöhnliches Umfeld geschaffen.

Im Inneren des NAZHA fühlt man sich an einen Universitäts-Campus erinnert. In einem zentralen, großen und offenen Raum liegt die „Piazza“ : mit verschiedenen Ebenen, unterschiedlichen Bodenbelägen wie Holz und Kopfsteinpflaster, verschiedenen Sitzgruppen und Arbeitsmöglichkeiten, einer Bibliothek und einer offenen Küche sowie einem zentralen Brunnen, in dem kein Wasser sondern Multimedia-Anwendungen zu finden sind, die den stetigen Wissensfluss innerhalb der neuen Ausbildungsstätte symbolisieren. "Es ist ein Zuhause für die Auszubildenden", stellt Ausbilder Maurer fest. "Früher war es so, die Auszubildenden sind von einer Abteilung zur anderen gegangen, man hat sich gar nicht gesehen". Jetzt ist vor allem die Piazza ein zentraler Treffpunkt: "Also schön an dem Ausbildungszentrum ist, dass es hier sehr hell ist", "dass hier ziemlich freundlich alles wirkt, also nebenan die Ausbildungswerkstatt hat eine gute Atmosphäre hier in diesen Räumen".

Für die Zukunft von HARTING ist die stete Nachwuchssicherung qualifizierter Mitarbeiter besonders wichtig. Und so haben im Laufe des vergangenen Jahres rund 1.300 Schülerinnen und Schüler das NAZHA besucht und sich intensiv über das Unternehmen und mögliche berufliche Perspektiven informiert. Genau für diese Gruppe haben die Planer des Zentrums unterschiedliche Informationsmöglichkeiten integriert. Dazu gehören unter anderem mehrere Modelle, an denen die Schüler praktisch sehen und erfahren, wie etwas funktioniert.

"Das ist etwas, was man wirklich anfassen kann", freut sich Ausbildungsleiter Artur Maurer: "Es sind Module, wo man etwas praktisch auch sieht – beispielsweise das Modul für die Mechatroniker, wo man Zahnräder sieht, wo man anhand eines Dynamos eine Leuchtdiode, eine Lampe zum Leuchten bekommt, somit sieht man den Zusammenhang zwischen Mechanik und Elektronik." Die Schüler lernen nicht nur in der Theorie, sondern auch durch wirkliches Ausprobieren. Die Zahl der Bewerbungen für die jährlich 24 neuen Ausbildungsplätze hat sich binnen kürzester Zeit vervielfacht. Die Sorge, keine geeigneten Anwärter für den anspruchsvollen beruflichen Werdegang zu finden, kennt man bei HARTING nicht. Das macht selbstbewusst, wie ein Spruch auf der Piazza im neuen Schulungszentrum deutlich macht: "Wir sind auf dem Land, aber nicht hinterm Mond."

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Ansprechpartnerin:

HARTING KGaA
Anne Bentfeld
05772 – 47 244

 
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