Gesamtmetall
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Inhalt

Die Tarifrunde 2000



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Zeittafel der Tarifrunde 2000

10.12.1999Vorstellung der Ziele von Gesamtmetall für die Tarifrunde
09.01.2000Gemeinsame Erklärung im Bündnis für Arbeit:
11.01.2000Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstandes
  • Empfehlung des Vorstandes
  • Genehmigung der endgültigen Forderungen durch den Vorstand 27.01.2000
09.02.2000Erste Verhandlung - Nordraum
  • Ablauf und Inhalte der Verhandlungen können Sie detailliert in den Sonderrundschreiben nachlesen, die nach jeder Verhandlungsrunde zur Information an die Mitgliedsverbände verschickt wurden.
28.03.2000Tarifabschluss für Westdeutschland - NRW
31.03.2000weitere Verhandlungen in Ostdeutschland
10.04.2000Tarifabschluss für Ostdeutschland - Berlin/Brandenburg

Die Positionen:
Unsere Ziele der Tarifrunde: Drei Elemente für beschäftigungswirksame Tarifpolitik

Wir streben einen Tarifabschluss an, der sich aus drei Teilen zusammensetzt:
1. Aus einer fairen Lohnerhöhung, die den Wirtschaftsaufschwung vorantreibt. Als fair verstehen wir eine Lohnerhöhung, die das Realeinkommen unserer Mitarbeiter sichert, auch von unseren schwächeren Betrieben verkraftet werden kann, die Wettbewerbsfähigkeit der M+E-Industrie verbessert und die beginnende konjunkturelle Belebung in der M+E-Industrie unterstützt. Denn wir brauchen einen Aufschwung auf breiter Front, der den Abbau von Arbeitsplätzen stoppt und den Aufbau von Beschäftigung ermöglicht. Durch eine möglichst lange Laufzeit der Lohnvereinbarung wollen wir das Vertrauen in die Tarifpolitik stärken und unseren Betrieben ein zusätzliches Signal für Neueinstellungen setzen.

2. Aus einem erfolgsorientierten Weihnachtsgeld, das die Beschäftigung schützt.
Wir wollen im Tarifvertrag vereinbaren, dass Teile des Weihnachtsgeldes nach dem Unternehmenserfolg gezahlt werden können. Voraussetzung ist, dass sich Firmenleitung und Betriebsrat in einer mehrjährigen Betriebsvereinbarung darauf verständigen. Für unsere Firmen wird das in guten Jahren teurer als heute, aber dafür sinken in schlechten Zeiten ihre Personalkosten – und zwar ohne dass sie Mitarbeiter entlassen müssten. In guten Jahren verdienen die Mitarbeiter auch dann deutlich mehr, wenn die Lohnerhöhung maßvoll war. Die Rechnung geht sogar in schlechten Jahren auf, in denen das Weihnachtsgeld geringer ausfällt. Was die Mitarbeiter an Geld verlieren, gewinnen sie an Arbeitsplatzsicherheit dazu. Ein Weihnachtsgeld in dieser Form schützt die Beschäftigung.
3. Aus einem vernünftigen Jung-und-Alt-Modell, das die Arbeitslosigkeit verringert.
Ist weniger Arbeitslosigkeit für junge Leute durch vorzeitigen Ruhestand der Alten überhaupt zu erreichen? Das ist eine ganz schwierige Gratwanderung, aber wir haben dazu einen vernünftigen Weg entwickelt. Er führt allerdings nur in Verbindung mit einer fairen Lohnerhöhung zum Ziel. In unserem Modell gibt es für die Älteren die Altersteilzeit zu attraktiveren Bedingungen. Und für die Jüngeren bessere Beschäftigungs-Chancen plus den Einstieg in eine persönliche kapitalgedeckte Altersvorsorge. Wir müssen dabei zwei Fehler der Rente mit 60 unbedingt vermeiden. Zum einen, dass die Arbeitskosten zusätzlich ansteigen und zum anderen, dass unsere Betriebe unersetzbares Fachwissen verlieren.
 
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