Flexibilität in Krisenzeiten



Hinweis: Im Herbst 2008 brach durch die Finanzkrise die Konjunktur dramatisch ein. Die Regelungen des Flächentarifvertrages bieten eine Reihe von Möglichkeiten, auf Krisenzeiten zu reagieren. Die Broschüre "Flexibilität in Krisenzeiten" ist damals erstellt worden, um den Unternehmen rasch und übersichtlich die Möglichkeiten aufzuzeigen. Sie finden die Broschüre hier zwar im damaligen Wortlaut, aber der Instrumentenkasten besteht weiterhin.
----------------------------


So kann der Flächentarifvertrag in kritischen Zeiten Betriebe und Beschäftigung sichern:
Der tarifpolitische Werkzeugkasten

Die wirtschaftliche Situation der deutschen Metall- und Elektro-Industrie hat sich in den vergangenen Wochen noch einmal rapide verschlechtert. Es ist längst nicht mehr allein die Automobilindustrie, die unter der globalen Nachfrageschwäche leidet. Der Kollaps betrifft immer stärker auch die übrigen M+E-Branchen. Die Geschäftserwartungen haben sich weiter verschlechtert.

Nach gegenwärtiger Einschätzung der Konjunkturexperten ist mit einer schnellen Besserung der Auftragslage im Jahresverlauf 2009 noch nicht zu rechnen. Die meisten M+E-Unternehmen sind daher gezwungen, Strategien zur mittelfristigen Schadensbegrenzung zu entwickeln. Zu den Grundannahmen dieser Strategien gehört, dass der Fachkräftemangel spätestens im nächsten Aufschwung noch deutlicher in Erscheinung treten wird als bisher schon. Es gilt deshalb, die Liquiditäts- und Rentabilitätszwänge des Unternehmens mit den Notwendigkeiten einer nachhaltigen Personalpolitik in Einklang zu bringen. Das erfordert kluge Kompromisse.

Der in den vergangenen Jahren schrittweise modernisierte Flächentarifvertrag der M+E-Industrie bietet eine Fülle von Möglichkeiten, die Risiken der Rezession für die Betriebe und die Beschäftigung einzudämmen. Diese Werkzeuge werden im Folgenden einzeln vorgestellt. In den seltensten Fällen dürfte ein Instrument alleine ausreichen. Es geht vielmehr um eine sinnvolle und angemessene Kombination von Maßnahmen – wobei neben den Liquiditäts- und Kostenwirkungen auf die Unternehmen auch die Verfahren der Umsetzung skizziert werden.

Die Darstellung des Werkzeugkastens kann nur eine erste Anregung für die Unternehmen sein. Bei der konkreten Nutzung der Werkzeuge empfehlen wir dringend, die von den Verbänden angebotene Beratung in Anspruch zu nehmen.