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Gewinne in der M+E-Industrie: Die wichtigsten Ergebnisse 



Nach dem Krisenjahr 2009 verzeichnete ein Großteil der M+EUnternehmen 2010 auch bei den Erträgen eine deutliche Erholung. Nach der aktuellen ifo-Gewinnumfrage von Mai 2011 erzielten die M+E-Unternehmen 2010 in der Summe wieder Gewinne nach Steuern in Höhe von 3,8 Prozent des Umsatzes, nach 1,0 Prozent in 2009. Allerdings liegt die Nettoumsatzrendite 2010 immer noch um rund ein Viertel unter dem Niveau von 2007. Große Unternehmen erzielten im Durchschnitt eine höhere Rendite als kleinere Unternehmen.

Noch deutlicher haben sich die Erträge der börsennotierten M+E-Unternehmen verbessert: Die von der IW Köln Consult GmbH analysierten Quartalsabschlüsse der 30 M+E-AGs im H-DAX weisen für 2010 in der Summe wieder einen Gewinn nach Steuern von 4,9 Prozent des Umsatzes aus, nach einem Verlust von -0,3 Prozent im Vorjahr. Dieses hohe Niveau konnte mit 6,9 Prozent auch im 1. Quartal 2011 wieder erreicht werden.

Die M+E-Unternehmen mussten in der Krise einen Teil ihres Eigenkapitals zur Existenz- und Beschäftigungssicherung einsetzen. Nur dadurch konnten sie die Kosten der Beschäftigungssicherung tragen. Für die 30 M+E-AGs ermittelte die IW Köln Consult einen Rückgang der Eigenkapitalquote um 3,5 Prozentpunkte, von 27,9 Prozent (30.6.2008) auf 24,4 Prozent (30.6.2009). Die guten Gewinne der Vorjahre hatten zuvor die Eigenkapitalaufstockungen und damit die Beschäftigungssicherung in dem erfolgten Umfang ermöglicht. Mit den besseren Gewinnen 2010 erholte sich auch die Eigenkapitalquote auf 25,2 Prozent zur Jahresmitte und erreichte Ende 2010 mit 27,5 Prozent beinahe wieder Vorkrisenniveau.

Deutlich verringert hat sich 2010 der Anteil der M+E-Unternehmen, die rote Zahlen schrieben. Nach der ifo-Umfrage im Mai 2011 betraf dies nur 16 Prozent der M+E-Unternehmen und somit deutlich weniger als 2009 bzw. 2008, als noch jedes Dritte bzw. jedes Vierte Unternehmen Verluste meldete. Allerdings ist die niedrige Quote von 2007 mit damals nur 8 Prozent Unternehmen mit roten Zahlen noch nicht erreicht.

Dass sich die Ertragssituation 2011 weiter verbessert hat, zeigen die Urteile der Unternehmen über ihre aktuelle Ertragslage. Der Saldo aus „gut“ und „schlecht“ sprang von -16 (Mai 2010) auf +24 (Mai 2011). Mit der Ertragserholung ging auch die Zahl der Insolvenzen deutlich zurück, von 1.710 Insolvenzen im M+E-Gewerbe (Industrie+Handwerk) im Jahr 2009 auf 1.414 Insolvenzen in 2010. Deutliche Entlastungen gab es auch bei der Zahl der hiervon betroffenen Beschäftigten und der ausgefallenen Forderungshöhe.

Inhalt der Broschüre

Inhalt
Die wichtigsten Ergebnisse
1. Bilanzanalyse der Deutschen Bundesbank
1.1 Umfassend und genau, aber spät verfügbar
1.2 Ertragsentwicklung 1997 bis 2009
1.3 Eigenkapitalquote 1997 bis 2009
2. Ertragsumfrage des ifo Instituts
2.1 Zeitnah und ziemlich treffsicher
2.2 Fortschreibung der Nettorendite bis 2010
2.3 Vergleich Renditestreuung 2009 und 2010
2.4 Ertragsbeurteilung der M+E-Firmen im Mai 2011
3. Ergebnisse der 30 M+E-Unternehmen im HDAX
3.1 Über die HDAX Quartalszahlen
3.2 Quartalsergebnisse 2011 und 2010 gegenüber 2009
3.3 Eigenkapitalquoten 2008 bis 2011 neu
4. Insolvenzen im M+E-Gewerbe (Industrie und Handwerk)
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