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Lohnkosten und Produktivität in der M+E-Industrieaktualisiert: 27.02.2012
Die Beschäftigungssicherung im Krisenjahr 2009 erfolgte zu einem großen Teil durch die bewusste Hinnahme von Produktivitätseinbußen, z.B. weil Vollzeitbeschäftigte und Kurzarbeiter in der verbliebenen Arbeitszeit weniger produktiv arbeiteten, Effizienzverluste durch gestörte Betriebsabläufe auftraten und/oder die Arbeitzeit mit Nebentätigkeiten ausgefüllt wurde (z.B. Aufräumarbeiten), die nicht in die Produktionsstatistik einfließen. Die Arbeitsproduktivität fiel 2009 um rund 16 Prozent unter das Vorkrisenniveau. Gleichzeitig stiegen die Arbeitskosten je Stunde um 5 Prozent. Beides zusammen ließ die in den M+E-Erzeugnissen enthaltenen Lohnstückkosten um mehr als ein Viertel in die Höhe schnellen. Mit der Wiederbelebung der Konjunktur 2010 erholte sich die Produktivität wieder und der hohe Berg an Lohnstückkosten konnte zum Großteil abgetragen werden. 2011 befindet sich die Produktivität wieder auf Vorkrisenniveau. Über das Vorkrisenniveau hinaus ansteigende Lohnkosten lassen aber auch die Lohnstückkosten wieder steigen. |
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