Persönliche Daten:
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| 10. November 1941 | Geburt in Posen
(Vater stammte aus Sachsen, war Ingenieur bei den Focker-Werken und kam nach dem Krieg mit seiner Familie als Flüchtling nach Ostwestfalen) |
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| 1961 | Abitur am Immanuel-Kant-Gymnasium, Bad Oeynhausen
Während der Gymnasialzeit Engagement in der Schülermitverwaltung u.a. Schulsprecher und Bezirksschulsprecher sowie Herausgeber von zwei Schülerzeitungen |
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| 1961 - 1965 | Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln, Abschluss: Staatsexamen als Diplom-Kaufmann
Während der Studienzeit regelmäßige Tätigkeit in der 1948 gegründeten elterlichen Maschinenfabrik, zuständig für Verkaufsförderung, Werbung, Messewesen sowie Betreuung verschiedener Auslandsvertretungen (Martin Kannegiesser spricht Englisch und Französisch) |
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aBeruflicher Weg:
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| 1.1.1966 | Eintritt als Vertriebsleiter in die von seinem Vater geführte Maschinenfabrik (Schwerpunkt: Hemden-Bügelmaschinen, 150 Mitarbeiter, rund 8 Mio. € Jahresumsatz)
Besondere Aufgaben als Vertriebsleiter:
Suche und Aufbau neuer Produktprogramme, Aufbau und Verbreitung der Vertriebsbasis und speziell des Exportgeschäftes, Schaffung einer produktorientierten Vertriebsorganisation |
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| Juli 1970 | Mit 29 Jahren Übernahme der Geschäftsführung nach Erkrankung des Vaters |
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| Februar 1974a | Nach dem Tod des Vaters Inhaber (95 Prozent der Geschäftsanteile, 5 Prozent liegen bei der Mutter, die maßgeblichen Anteil am Aufbau der Firma hatte)
Die begonnene Verbreiterung des Produktionsprogramms wurde fortgesetzt. Speziell die Vermarktung der Bekleidungstechnik wurde internationalisiert mit eigenen Vertriebstöchtern in 5 Ländern und Vertretungen sowie Stützpunkten in insgesamt 63 Ländern.
KANNEGIESSER wurde zu einer der weltweit führenden Marken in der Bekleidungstechnik, Marktführer für Fixiermaschinen.
Das Programm an Bügelpressen und Faltmaschinen für Wäschereien wurde systematisch ausgebaut. Nach Übernahme ergänzender Unternehmen produziert KANNEGIESSER heute an sechs deutschen Standorten, von denen jeder seinen Themenschwerpunkt hat.
Heute ist KANNEGIESSER weltweit einer von insgesamt zwei Anbietern für die komplette Welt der industriellen Wäschereitechnik. Es gibt kein Aggregat der modernen Wäscherei, von der Waschschleudermaschine über die Waschstrasse bis zur automatischen Sortiertechnik, das nicht von KANNEGIESSER hergestellt wird.
Das Unternehmen versteht sich als Technikpartner der Wäscherei mit den vier Sparten Nassbereich, Flachwäsche-Bearbeitung, Formteile-Bearbeitung sowie Technische Dienstleistungen. KANNEGIESSER sieht seine Stärke in Systemlösungen.
Das Unternehmen beschäftigt heute (2009) etwa 1.300 Mitarbeiter und stellt jährlich rund 25 Auszubildende ein. |
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| Oktober 2003 | Verleihung des Innovationspreises im Rahmen der Gütezeichentagung 2003 für neue Entwässerungstechniken
KANNEGIESSER erwirtschaftete 2008 einen Jahresumsatz von rund 250 Mio. €. |
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Ehrenamtliche Tätigkeiten:
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| Ab 1974 | Engagement in der CDU-Mittelstandsvereinigung – zunächst als Kreisvorsitzender in Herford, dann als Bezirksvorsitzender Ostwestfalen-Lippe, stellvertretender Landesvorsitzender NRW und im Bundesvorstand (bis 1992 / danach keine parteipolitischen Ämter mehr) |
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| 1975 | Vorsitzender der Metallarbeitgeber im Kreis Herford und damit Vorstandsmitglied von Metall NRW |
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| seit 1983 | Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Herford |
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| seit 1988 | Vorsitzender des beruflichen Weiterbildungswerks der Wirtschaft im Kreis Herford |
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| 1990 | Verleihung des Bundesverdienstkreuz am Bande, insbesondere für die Verdienste um die berufliche Aus- und Weiterbildung |
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| 1994 | Verhandlungsführer von Metall NRW |
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| 1996 | Präsident und Verhandlungsführer von Metall NRW
Aushandlung des zweijährigen Tarifabschlusses für 2000 und 2001 mit IG-Metall-Bezirksleiter Harald Schartau |
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| 1997 | Vizepräsident von Gesamtmetall |
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| seit 8.9.2000 | Präsident von Gesamtmetall |
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| 2010 | Verleihung des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere in Würdigung seines Engagements für die soziale Partnerschaft in der Gesellschaft |
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Wichtige tarifpolitische Entscheidungen in der bisherigen Amtszeit:
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| 2002 | Abschluss eines Entgeltrahmenabkommens (ERA) mit der IG Metall zur Neubewertung der Tätigkeiten und zur Aufhebung der Unterscheidung nach Arbeitern und Angestellten in den Tarifverträgen |
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| 20032003 | Abwehr der Forderung der Gewerkschaft nach Einführung der tariflichen 35-Stunden-Woche in den neuen Bundesländern nach einem Arbeitskampf |
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| 2004 | Öffnung des Flächentarifvertrags zur Verbesserung der Wettbewerbs-, Investitions- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen durch betriebsbezogene Ergänzungstarifverträge zur Unterschreitung tariflicher Standards (seit März 2004) |