Gesamtmetall-Informationen für die Presse 23/2012 - 30.07.2012

Gesamtmetall stellt Kulturgeschichte des Verbandssitzes vor

Buch "Voßstraße 16" erschienen

Die Voßstraße 16 ist ein konzentrierter Mikrokosmos deutscher Zeitgeschichte. Myriam Richter zeigt ein facettenreiches Bild von zwei Jahrhunderten Berlin und seiner schicksalsträchtigen Vergangenheit im Ausschnitt. Reiche Illustrationen machen die Lektüre zu einer anschaulichen Reise durch die Zeit.

Berlin. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat heute in Berlin das Buch „Voßstraße 16: Im Zentrum der (Ohn-) Macht“ vorgestellt. Die Hamburger Germanistin Myriam Richter hat im Auftrag des Verbandes eine ausführliche Kulturgeschichte über das Grundstück verfasst, auf dem seit 2003 das Gesamtmetall-Haus steht. "Wie jeder Platz in Berlins Zentrum hat auch dieses Grundstück seine Geschichte – und seine Geschichten. Auf diesem wenige hundert Quadratmeter großen Grundstück inmitten der Hauptstadt lässt sich die jüngere deutsche Geschichte exemplarisch nachvollziehen", erklärte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Sons:

"Das Haus in der Voßstraße 16 war geprägt von Kunst, Wissenschaft, Musik und sehr, sehr viel Gastfreundschaft. Im Salon des Germanisten Richard Meyer trafen sich Menschen aus aller Herren Länder, man philosophierte, politisierte oder musizierte. Leider gehört auch zur Geschichte, dass diese Atmosphäre und die Menschen, die sie ausgemacht haben, der neuen Reichskanzlei eines Adolf Hitler weichen mussten – und dass die Straße danach im Todesstreifen an der Mauer lag."

Die Darstellung dieser Geschichte ist der Autorin so gut gelungen, dass sie für das mit zahlreichen Abbildungen versehene Werk mit dem Berenberg-Preis für Wissenschaftssprache 2012 ausgezeichnet wurde: "Die Arbeit zeigt, dass Wissenschaft sowohl verständlich wie fesselnd und virtuos dargestellt werden kann. Die lückenlos belegten Ergebnisse der sehr arbeitsaufwendigen Recherchen werden den Leserinnen und Lesern präzise und elegant vermittelt", so die Begründung der Jury.

Bei der Vorstellung erklärte Sons weiter: "Dieses Buch ist entstanden, weil wir wissen wollen, wo wir sind, und wer vor uns hier war. Wir haben die Geschichte dieses Hauses geerbt. Und deshalb sollten wir sie auch kennen und uns bewusst machen".

Das Buch wird vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall herausgegeben und ist im Kölner Universitätsverlag erschienen.