"Der EURO muss zurück zu den Ursprüngen der Maastricht-Verträge"

Martin Kannegiesser in der WELT zur EURO-Krise


"Es wird bedauerlicherweise nicht ohne einen deutlichen Schuldenschnitt gehen: Europa wird uns noch viele Opfer abverlangen, weshalb wir übrigens unsere eigene Produktivität und unser Innovationstempo fortgesetzt steigern müssen.

Im Zentrum geht es um drastische Konsolidierung – ohne Absenkung von Steuern und Abgaben, aber auch ausnahmslos ohne Ausweitung staatlicher und öffentlicher Leistungen. Der EURO muss zurück zu den Ursprüngen der Maastricht-Verträge, mit automatischen Sanktionen bei Verstößen.

Insbesondere sollte die EU in Staaten, die massive Gemeinschaftshilfe erhalten. deutliche Mitwirkungsrechte in allen Fragen fiskalischer Gestaltung erhalten.

Das ständige Gerede von Transferunion, mit den entsprechenden Untertönen, hift uns nicht weiter. Es geht hier nicht um Mutproben. Meiner Meinung nach darf es vom EURO kein Zurück mehr geben, denn die politischen und auch die wirtschaftlichen Folgen wären für uns alle verheerend."

Aussage von Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser zum Euro in der WELT.
Erschienen am 20. Juli 2011.