Bundesarbeitsministerium darf Entlastungen für Unternehmen beim Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz nicht weiter blockieren!
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
12.05.2026
Die Metall- und Elektro-Industrie steckt in der Krise: Vielen Unternehmen im wichtigsten Industriezweig des Landes geht es schlecht. Das Erfolgsmodell ganzer Regionen steht infrage, Tausende Arbeitsplätze sind schon weg.
Die Zahlen sind unten. Und trotzdem nehmen wir die Köpfe hoch: M+E hat engagierte Unternehmer und motivierte Beschäftigte, herausragende Produkte und bahnbrechende Ideen. Jetzt braucht unsere Branche auch wieder die passenden Rahmenbedingungen für Erfolg „made in Germany“.
Dafür kommt es auf die richtigen Entscheidungen und Veränderungen an.
Die Stromkosten bleiben ein massiver Wettbewerbsnachteil für die deutsche Industrie. Nach Eurostat-Daten verharrten die effektiven Strompreise (ohne erstattungsfähige Steuern und Abgaben) für deutsche Unternehmen im H2-2025 auf sehr hohem Niveau. In Frankreich gingen die Strompreise dagegen weiter zurück – sie sind vor allem in energieintensiven Bereichen nur noch halb so hoch wie in Deutschland. Damit hat sich selbst im europäischen Vergleich der Wettbewerbsnachteil für Deutschland weiter verschärft. Im Vergleich zu Konkurrenten in den USA und China sind die Kostennachteile sogar noch größer. Hinzu kommen weitere gravierende Defizite bei Bürokratie, Arbeitskosten, Steuern und Abgaben. Folge: Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes wird von der deutschen M+E-Industrie im weltweiten Vergleich unverändert desolat bewertet.
Im Einsatz für Deutschlands größte Industriebranche: Als Interessenvertretung der Metall- und Elektro-Industrie ist Gesamtmetall dort aktiv, wo bundesweite gemeinsame Positionen zu erarbeiten und zu vertreten sind.
Gesamtmetall ist der Dachverband der Arbeitgeberverbände der M+E-Industrie mit Sitz am Potsdamer Platz in Berlin. Die Metall- und Elektro-Industrie ist die Schlüsselbranche Deutschlands mit über 25.000 Betrieben und rund 3,9 Millionen Beschäftigten.