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Das Bild zeigt Kurven und Graphen.

M+E-Geschäftsklima seit drei Jahren ununterbrochen im Rezessionsbereich

Die Folgen des Irankriegs sind immer stärker zu spüren. Im Vergleich zu 2019 sind fast 300.000 M+E-Arbeits­plätze verloren gegangen.
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Neues Interview mit Gesamtmetall-Präsident Dr. Udo Dinglreiter

„Mittelständler sterben leise“, betont Gesamtmetall-Präsident Dr. Udo Dinglreiter im ZEIT-Interview. Die Industrie erleidet einen großen Stellenabbau und einen breiten Rückgang der Produktion. Diese Wirtschaftskrise ist anders. Es gibt vier Punkte, an denen die Politik ansetzen muss: hohe Büro­kra­tie­kosten, hohe Ener­gie­kosten, hohe Arbeits­kosten und eine hohe Steu­er­last.

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Das Bild zeigt den Gesamtmetall-Präsidenten Dr. Udo Dinglreiter. © Robert Recker

Entgeltgleichheit

Die EU-Entgel­t­trans­pa­renz­richt­­linie unter­­gräbt die Autonomie der Sozi­a­l­­partner, die Wett­­be­werbs­­fä­hig­keit der Unter­­nehmen und das Subsi­­dia­ri­täts­­prinzip. Nur sehr wenige Mitglie­d­s­taaten haben die Richtlinie in nati­o­nales Recht umgesetzt. Es ist ein Umsetzungsdesaster für die Kommission. Grund dafür sind die ausufernden neuen Trans­pa­renz­ver­pflich­tungen der Richt­linie, die im völligen Gegensatz zu den Plänen der EU-Kommis­sion stehen, Büro­kra­tie­lasten zu senken.

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Entgeltgleichheit (Equal Pay) / Foto © AdobeStock/Robert Kneschke

Arbeiten wir am Aufbruch

Die Metall- und Elektro-Industrie steckt in der Krise: Vielen Unternehmen im wichtigsten Industriezweig des Landes geht es schlecht. Das Erfolgsmodell ganzer Regionen steht infrage, Tausende Arbeitsplätze sind schon weg.

Die Zahlen sind unten. Und trotzdem nehmen wir die Köpfe hoch: M+E hat engagierte Unternehmer und motivierte Beschäftigte, herausragende Produkte und bahnbrechende Ideen. Jetzt braucht unsere Branche auch wieder die passenden Rahmenbedingungen für Erfolg „made in Germany“.

Dafür kommt es auf die richtigen Entscheidungen und Veränderungen an.

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Damit Industrie Zukunft hat. Das Bild zeigt ein Motiv aus der Kampagne der Metallarbeitgeber zum Industriestandort.

Arbeitszeit

Die Arbeits­welt befindet sich im Wandel: Digi­ta­li­sie­rung, Fach­kräf­temangel, inter­na­ti­o­nale Zusam­me­n­a­r­beit und der Wunsch nach mehr Selbst­be­stim­mung erfordern neue arbeits­zeit­po­li­ti­sche Antworten. Die geltenden Rege­lungen zur Arbeits­zei­t­er­fas­sung und Höchst­a­r­beits­zeit sind nicht mehr zeitgemäß und stehen einer modernen Arbeits­or­ga­ni­sa­tion zunehmend im Weg. Eine Flexibilisierung ist nicht nur notwendig, sondern rechtlich möglich!

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Arbeitszeit / Foto © AdobeStock/Sutthiphong
Gesamtmetall-Präsident Dr. Udo Dinglreiter
Jeder Politiker sollte sich in Anbe­tracht der wirt­schaft­li­chen Situation fragen, ob sein Handeln die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Standorts stärkt.
Das Bild zeigt die Perspektiven, das Magazin der Metall- und Elektro-Industrie.

Perspektiven. Das Magazin der Metall- und Elektro-Industrie

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Bürokratie-Schizophrenie der EU-Politik / Foto © generative KI by AdobeFirefly

Bürokratie-Schizophrenie der EU-Politik

Die Zukunft der europäischen Wettbewerbsfähigkeit wird durch die Regulierungsdichte auf EU-Ebene gefährdet.
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Bildungsinitiativen von Gesamtmetall © AdobeStock/Maksym Yemelyanov

Die Bildungsinitiativen von Gesamtmetall

Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie engagieren sich seit Jahrzehnten in der Nachwuchssicherung
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Die gesetz­liche Wochenarbeitszeit ist eine entschei­dende Weichen­stel­lung und der Lack­mus­test auf die Reform­fä­hig­keit dieser Bundes­re­gie­rung.

Themen

Wir brauchen auch in Zukunft starke Stammbelegschaften. Flexible Beschäftigungsformen wie Zeitarbeit, Werkverträge und Befristungen sind aber unverzichtbar für die M+E-Industrie.

Qualifizierte Fachkräfte zu finden und zu binden, wird immer schwieriger. Die M+E-Industrie wirbt seit über 30 Jahren mit dem InfoTruck an Schulen um Nachwuchs und engagiert sich für mehr und besseren MINT-Unterricht.

Die Arbeitswelt wandelt sich, auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Dringend erforderlich ist und bleibt die Ausweitung der Beschäftigung älterer Menschen, von Frauen und Migranten.

Die Tarifautonomie in der Bundesrepublik Deutschland beruht auf dem Grundgesetz (Art. 9, 3) und dem Tarifvertragsgesetz. Dieses regelt, was ein Tarifvertrag ist und wer einen abschließen kann.

Termine & Veranstaltungen

Verband kommt von Verbinden. Ob vor Ort, hybrid oder digital, Gesamtmetall steht im Austausch mit Politik, Gewerkschaften und Öffentlichkeit. In verschiedenen Formaten – vom politischen Top-Event über Gesprächsreihen bis zum lockeren Austausch – informieren wir über unsere Positionen und bringen Entscheider miteinander ins Gespräch.

Eine Teilnahme ist nur mit persönlicher Einladung möglich.

Personaldebatte Juli

07.07.2026, 08:00 – 09:00 Uhr, Café Einstein, Unter den Linden 42, 10117 Berlin

Gesamtmetall M+E-Zeitung

Wie kommt die Wirtschaft wieder in die Spur? Die M+E-Zeitung zeigt es.

Informationen von den Arbeitgebern der Metall- und Elektro-Industrie für die Beschäftigten
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Grafik der Woche

Die M+E-Produktion sinkt weiter: Im ersten Jahresdrittel 2026 lag die Produktion in der M+E-Industrie um 2,7 Prozent unter dem bereits schwachen Vorjahreszeitraum. Einzelne M+E-Zweige wie der Sonstige Fahrzeugbau (insbesondere Verteidigungsaufträge) und die Elektrotechnik (u.a. Komponenten für die Energiewende) verzeichnen zwar ein Plus, im überwiegenden Teil der Branche sank der Output aber zum Teil spürbar. Die stärksten Rückgänge verzeichneten die beiden größten M+E-Zweige Automotive (-5,8 Prozent) und Maschinenbau (-3,5 Prozent). Allein diese beiden M+E-Zweige haben zusammen mehr als 1,7 Millionen Arbeitsplätze – das sind über 40 Prozent aller M+E-Beschäftigten. Die Bundesregierung muss jetzt Strukturreformen umsetzen, damit sich investieren und produzieren in Deutschland wieder lohnt. Sonst setzen sich Deindustrialisierung und Jobabbau ungebremst weiter fort.

Mehr Zahlen & Fakten

Gesamtmetall Grafik der Woche

Konjunktur-Kennzahlen (letzte verfügbare Monatswerte)

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Arbeiten bei Gesamtmetall

Im Einsatz für Deutschlands größte Industriebranche: Als Interessenvertretung der Metall- und Elektro-Industrie ist Gesamtmetall dort aktiv, wo bundesweite gemeinsame Positionen zu erarbeiten und zu vertreten sind.

Gesamtmetall ist der Dachverband der Arbeitgeberverbände der M+E-Industrie mit Sitz am Potsdamer Platz in Berlin. Die Metall- und Elektro-Industrie ist die Schlüsselbranche Deutschlands mit über 25.000 Betrieben und rund 3,9 Millionen Beschäftigten.

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Arbeiten bei Gesamtmetall

Verbandsgeschichte

  • 1890

    Der „Verband Deutscher Metallindustrieller“ wird in Berlin als ein Verband der Verbände gegründet. Das spätere Kerngeschäft, die Koordinierung der Tarifpolitik, spielte zunächst keine Rolle. Der erste „Gesamtmetall-Vorsitzende“ nach der Gründung am 19.03. war der Berliner Metallindustrielle Paul Heckmann. Die Verbandsrepräsentanz lag in der Schlesischen Straße, gegenüber dem Heckmannschen Betrieb. In seine Amtszeit bis 1910 fiel vor allem das Werben um die Gründung und den Anschluss von regionalen Mitgliedsverbänden, die ursprünglich zur Streikabwehr entstanden waren, an den nationalen Spitzenverband.

  • 1891

    Einen ersten verbindlichen Rahmen von Vorschriften zu den Arbeitsabläufen und zur allgemeinen Sicherheit in den Betrieben bot die „Normal-Arbeitsordnung des Gesamtverbandes. Sie wurde den Betrieben der Mitgliedsverbände zur Einführung empfohlen. Damals wurden die meisten Arbeitsschritte im Betrieb selbst ausgeführt.

  • 1911

    Anton von Rieppel war einer der Gründungsväter des MAN-Konzerns und führte den Verband von 1911 bis 1919 durch die schwere Zeit des Ersten Weltkrieges. Für ihn hatten nur große und feste Organisationen genug Schlagkraft zur Interessendurchsetzung. Er setzte die Einigungsarbeit konsequent fort und initiierte die Gründung von Landesverbänden. In seine Amtszeit fiel auch das Stinnes-Legien-Abkommen 1918, welches die Grundlagen des Flächentarifvertragssystems legte.

  • 1918

    Mit dem Stinnes-Legien-Abkommen verständigten sich Vertreter der Metallindustrie mit den Gewerkschaften über die grundsätzlichen Fragen einer Wirtschafts- und Sozialverfassung in der Weimarer Republik.

  • 1920

    Eine prägende Gestalt der erschütterungsreichen Weimarer Republik – Ernst von Borsig setzte sozialpolitische Maßstäbe und engagierte sich für eine fundierte Berufsausbildung, die heute als Vorbild gilt: „Die Ausbildung muss auf eine Höhe gebracht werden, die es ermöglicht, einen Qualitätsarbeiter heranzuziehen, der mithelfen kann, den Ruf deutscher Arbeit im Ausland Geltung zu verschaffen und ihn zu erhalten.“ Seine Amtszeit dauerte bis 1933.

  • 1933

    Die Tarifautonomie hatte in der staatlich gelenkten und gleichgeschalteten Wirtschaft des Dritten Reichs keinen Platz. Bis zum 13.12.1933 amtierte Rudolf Blohm, Mitinhaber der Werft Blohm & Voss, als kommissarischer Vorsitzender des Verbandes. Er leitete jene Mitgliederversammlung, in welcher der einstimmige Auflösungsbeschluss unter dem massiven Druck der Nationalsozialisten gefasst wurde.

  • 1949

    Die Tarifautonomie von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden wird im Grundgesetz festgeschrieben. Gesamtmetall wurde am 25.03. (wieder) gegründet, der Neuaufbau verbandlicher Strukturen beginnt. Die Wiedergründung des Gesamtverbandes und das Aufleben des Tarifwesens im Wirtschaftswunder sind eng verknüpft mit dem Namen Hans Bilstein. Der sauerländische Automobilzulieferer war auch Verhandlungsführer beim Abschluss des ersten Schlichtungs- und Schiedsabkommens mit der IG Metall 1955: Jeder staatlichen Einmischung in die eigenverantwortliche Regelung der Arbeitsbeziehungen wurde eine Absage erteilt. Seine Amtszeit währte bis 1959.

  • 1953

    Als Ausdruck sozialpolitischer Solidarität unter den Unternehmen wird die Gefahrengemeinschaft zur gegenseitigen finanziellen Unterstützung bei der Abwehr von Streiks gegründet.

  • 1955

    Der Abschluss des ersten Schlichtungs- und Schiedsabkommens mit der IG Metall erteilte jeder staatlichen Einmischung in die eigenverantwortliche Regelung der Arbeitsbeziehungen eine klare Absage.

  • 1958

    Mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft intensivierte sich die Kooperation der Metallarbeitgeberverbände. Dem Comité des Liason des Industries Metaliques Europeenes tritt auch Gesamtmetall bei.

  • 1959

    Bei der Wahl von Dr.-Ing. Ludwig Caemmerer zum Vorsitzenden war absehbar, dass dieser die Aufgabe wegen seines Alters nur für eine kurze Zeit innehaben würde. Er setzte den von Hans Bilstein eingeschlagenen Weg sozialpartnerschaftlicher Verständigung fort und forcierte die Reform der innerverbandlichen Organisation und Meinungsbildung, vor allem durch die Verstärkung der tarifpolitischen Koordination durch Gesamtmetall. Er amtierte bis 1961.

  • 1961

    Mit dem Amtsantritt des niederrheinischen Maschinenfabrikanten Herbert van Hüllen fand nicht nur ein Generationswechsel statt. Mit dem zunehmend unruhigen sozialpolitischen Klima erweitern sich auch die Schwerpunkte von Gesamtmetall, um „ein einheitliches Vorgehen der Mitgliedsverbände in allen Fragen von allgemeinem Interesse zu sichern“, wie es in der Satzung hieß. Die Geschäftsstelle wurde ausgebaut. Herbert van Hüllen stand bis 1976 an der Spitze von Gesamtmetall.

  • 1962

    Unternehmen sind nur dann erfolgreich, wenn sie ihre Produktionsmethoden ständig modernisieren. Deshalb gründete die Mitgliederversammlung von Gesamtmetall 1962 das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa). Es entwickelt praxisgerechte Lösungen für eine wettbewerbsfähige Arbeits- und Betriebsorganisation.

  • 1977

    Mit Dr. Wolfram Thiele stand wieder ein MAN-Vorstand, aber erstmals ein Präsident an der Spitze. Die Mitgliederversammlung hatte die Bildung eines Präsidiums beschlossen. Seine Amtszeit bis 1985 war geprägt von einer Achterbahnfahrt: Extrem hohen Wachstumsraten folgten Jahre mit sinkender Produktion. Auch der Verteilungskonflikt mit der IG Metall erhielt durch die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche eine neue Qualität.

  • 1984

    Der sogenannte Leber-Kompromiss von 1984 bot den Unternehmen erstmals die Möglichkeit, ihr Arbeitszeitvolumen zu variieren und modernen Produktionsstrukturen gerecht zu werden. Der Kompromiss basierte auf dem „Tausch“: Weniger Wochenarbeitszeit gegen mehr Flexibilität.

  • 1985

    Das Thema Arbeitszeit konnte erst in der Präsidentschaft von Dr. Werner Stumpfe (bis 1992), Vorstand der Mannesmann Demag AG, befriedet werden: Die Wochenarbeitszeit wurde mit Lohnausgleich weiter verkürzt, im Gegenzug wurde die Arbeitszeitgestaltung spürbar flexibilisiert. Mit der Wiedervereinigung rückte der Neuaufbau von Verbandsstrukturen in Ostdeutschland in den Fokus.

  • 27.09.1990

    Die vier neu gegründeten ostdeutschen Metall-Landesverbände schließen sich Gesamtmetall an. Damit wurde die deutsche Einheit auch bei den Arbeitgeberverbänden vollzogen.

  • 1992

    Mit Dr. Hans-Joachim Gottschol, geschäftsführender Gesellschafter der Gottschol-Aluminium GmbH in Ennepetal im südlichen Ruhrgebiet, übernahm wieder ein Mittelständler bis 1996 die Verbandsführung. In die schwierige wirtschaftliche und tarifpolitische Zeit der Nachwendejahre fiel auch die Debatte um die Rückkehr des Verbandes von Köln nach Berlin.

  • 1996

    In Personalunion von Ehren- und Hauptamt hat Dr. Werner Stumpfe den Verband zum zweiten Mal bis 2000 und in einer kritischen Phase gelenkt. Mit bundesweiten Strukturen von Verbänden ohne Tarifbindung wurde die Möglichkeit geschaffen, Firmen zu halten, die sich sonst komplett verabschiedet hätten. Gleichzeitig legte er mit der angebotenen „Neuen Partnerschaft“ die Grundlage für einen konstruktiveren Dialog mit der IG Metall.

  • 2000

    Für den mittelständischen Wäschereitechnik-Unternehmer Martin Kannegiesser aus dem westfälischen Vlotho galt es, die betriebliche Wirklichkeit in allen Facetten auf den Flächentarifvertrag zu übertragen – nicht umgekehrt. In seine Amtszeit bis 2012 fielen mit der Gründung der MetallRente, dem ERA-Tarifvertrag und Pforzheimer Abkommen, dem flexiblen Renten-Übergang und dem Krisentarifvertrag wegweisende Entscheidungen.

  • 2001

    Das von den Sozialpartnern getragene Branchenversorgungswerk MetallRente wird gegründet und entwickelt sich binnen kurzem zur größten Einrichtung ihrer Art in Deutschland. Bereits zur Jahrhundertwende 1900 beschäftigte sich der Gesamtverband mit dem Thema Altersvorsorge: Überlegt wurde, für alle M+E-Mitarbeiter eine Lebensversicherung sowie eine gemeinsame Pensions- und Unterstützungskasse anzubieten – zu vorteilhaften Großkunden-Tarifen.

  • 2002

    Die Lohnrahmentarifverträge für Arbeiter und die Gehaltsrahmentarifverträge für Angestellte werden zu einem gemeinsam geltenden Entgeltrahmentarifvertrag (Fachsprache: ERA) zusammengeführt.

  • 2003

    Nach fast 50 Jahren in Köln zog der Verband nach Berlin um – an den Ort der einstigen Gründung. Am Potsdamer Platz wird ein neues Gebäude auf historischem Boden bezogen.

  • 25.02.2004

    Mit dem richtungweisenden Pforzheimer Abkommen wurde der Flächentarifvertrag modernisiert und flexibilisiert. Überbetriebliche Notwendigkeiten können einfacher in Einklang gebracht werden.

  • 2010

    Der Krisentarifabschluss zeigte die besondere Verantwortung der Sozialpartner. In der bis dahin größten Rezession der Nachkriegsgeschichte wurden mehr als 800.000 Arbeitsplätze gesichert und die Realeinkommen stabilisiert.

  • 2012

    Für den geschäftsführenden Gesellschafter der Prominent GmbH in Heidelberg, Dr. Rainer Dulger, waren die Bewahrung der Flexibilität der M+E-Unternehmen und die Modernisierung des Flächentarifvertrags wichtige Anliegen. Seine Amtszeit bis 2020 prägten lange Jahre wirtschaftlicher Prosperität. Erstmals seit der Wiedervereinigung wurde 2018 die Marke von vier Millionen M+E-Beschäftigten wieder übertroffen. Erst der Beginn der Corona-Krise brachte diese Entwicklung zum Stillstand.

  • 19.03.2015

    Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall wird 125 Jahre alt und feiert dies mit einem großen Festakt in Berlin in Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck.

  • 2018

    30 Jahre mobile Berufsinformation: Mehr als sechseinhalb Millionen Besucher, die meisten davon Schülerinnen und Schüler, haben seit 1988 die Info-Mobile und Info-Trucks der Metall- und Elektro-Industrie besucht.

  • 15.11.2018

    100 Jahre Stinnes-Legien-Abkommen: Mit der wegweisenden Einigung erkannten sich Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften gegenseitig an – die eigentliche Geburtsstunde des heutigen Tarifsystems und der Tarifautonomie.

  • 2020

    Von November 2020 bis Ende 2025 amtierte Dr. Stefan Wolf, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers ElringKlinger AG, als Präsident von Gesamtmetall. Der mittelständische Unternehmer war bereits seit langem ehrenamtlich in den M+E-Verbänden engagiert. Er hatte mitten in der Corona-Zeit das Amt über­nommen und für den Standort, die Branche und die Unter­nehmen in schwierigen Zeiten mit enormem Enga­ge­ment, uner­müd­li­cher Energie und klaren Worten gekämpft.

  • 2020

    Die Corona-Pandemie stellte die Tarifrunde 2020 unter besondere Herausforderungen. Am Ende konnte ein Lösungsansatz für die aktuellen Probleme, wie Kurzarbeit und Kinderbetreuung im Lockdown, gefunden werden – und zwar ohne nennenswerte Mehrkosten für die Betriebe und mit Planungssicherheit für die Beschäftigten.

  • 01.06.2021

    In Berlin/Brandenburg und Sachsen wird erstmals eine Öffnung für Betriebe zur Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West vereinbart. Die Betriebe können damit freiwillig unter Vereinbarung einer Kompensation die Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden absenken.

  • 2023

    Welche politischen Konzepte gibt es, um die Soziale Marktwirtschaft zu stärken, unser Land zu modernisieren und wettbewerbsfähig für die Zukunft zu gestalten? Das war das Thema des ersten Tags der Metall- und Elektro-Industrie – mit viel politischer Prominenz. Die neue Veranstaltungsreihe findet künftig jedes Jahr statt.

  • 2026

    Seit dem 01.01.2026 ist Dr. Udo Dingl­reiter neuer Präsident des Arbeit­ge­ber­ver­bands Gesamt­me­tall. Der Mitin­haber und Geschäfts­führer des Maschinen- und Anla­gen­bauers R. Scheuchl GmbH im baye­ri­schen Ortenburg ist der 15. Präsident in der 135-jährigen Geschichte von Gesamt­me­tall. Damit ist er der zweite baye­ri­sche Gesamt­me­tall-Präsident nach Anton von Rieppel (1911 bis 1919) und der erste aus einem nicht tarif­ge­bun­denen Unter­nehmen.