Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander in der BILD zur Lage der Metall- und Elektro-Industrie und der ausufernden EU-Bürokratie:
„Die Lage ist sehr angespannt, viele Firmen klagen über hohe Kosten in Deutschland und verlagern Produktion ins Ausland. Eine unterausgelastete Produktion können die Unternehmen nicht auf Dauer aushalten. Aktuell fallen unter dem Strich 10.000 Stellen im Monat weg. Die Unternehmen brauchen das Signal, dass Reformen nicht nur versprochen werden, sondern auch wirklich kommen. Dazu gehörten massiver Bürokratieabbau und zum Beispiel ein modernes Arbeitszeitgesetz. Die Steuern, die Energiekosten und die Arbeitskosten sind am Standort Deutschland so hoch, dass sich für viele Unternehmen die Produktion hier schlicht nicht mehr rechnet.
In diesem Jahr werde es einen neuen Rekord bei verbindlichen Rechtsakten und Rechtsaktänderungen durch die EU-Kommission geben. Auf Anregung von Bundeskanzler Merz wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs am 13.02.2026 die EU-Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Es ist unerlässlich, dass dort auch eine Eindämmung der Rechtsakte beschlossen wird. Das ist Regulierung und Bürokratie, die teilweise ohne die notwendige demokratische Legitimation beschlossen wird und die Unternehmen zunehmend stranguliert. Das muss geändert werden! Sonst spielt die EU ökonomisch bald nur noch in der 2. Liga.“