Angebliche "Teilzeitfalle" wie Ungeheuer von Loch Ness: von vielen erwähnt, nie nachgewiesen

Angebliche "Teilzeitfalle" wie Ungeheuer von Loch Ness: von vielen erwähnt, nie nachgewiesen

Angebliche "Teilzeitfalle" wie Ungeheuer von Loch Ness: von vielen erwähnt, nie nachgewiesen

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander kommentiert gegenüber der dpa die Pläne von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zum Rückkehrrecht aus Teilzeit:

"In der M+E-Industrie scheitert die Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit in unter 2 Prozent der Unternehmen. Und dort, wo sie scheitert, gibt es betriebliche Gründe, die kein Gesetz abschaffen kann. Die angebliche "Teilzeitfalle" ist wie das Ungeheuer von Loch Ness: von vielen erwähnt, aber noch nie nachgewiesen. Keine Antwort hat der Vorschlag darauf, welche Arbeitnehmer denn ad hoc die Arbeit des in Teilzeit gehenden Kollegen machen sollen.

Der vorgelegte Gesetzentwurf bleibt zudem die Antwort schuldig, wie ein Arbeitgeber seine Ressourcenplanung gestalten soll, wenn die Arbeitnehmer nah Belieben von Voll- auf Teilzeit und zurück umschalten können. Er räumt, anders als behauptet, Arbeitnehmern einen jederzeitigen Rückkehranspruch ein, völlig unabhängig von vorher abgesprochenen Zeiträumen. Damit geht er weit über den Koalitionsvertrag hinaus."