"Dieses Gesetz wird nichts an der statistischen Lohnlücke ändern"

"Dieses Gesetz wird nichts an der statistischen Lohnlücke ändern"

"Dieses Gesetz wird nichts an der statistischen Lohnlücke ändern"

Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger kommentiert für die Funke Mediengruppe die Einigung zum Entgeltgleichheitsgesetz:
 
"Es darf selbstverständlich keinen Unterschied in der Bezahlung machen, ob eine Arbeit von einem Mann oder einer Frau erledigt wird. Unsere Tarifverträge bewerten einen Arbeitsplatz nach vielen Faktoren - notwendige Ausbildung oder Erfahrung beispielsweise - aber das Geschlecht gehört natürlich nicht dazu. Deshalb ist es sehr vernünftig, dass Unternehmen, die ein Tarifvertragssystem anwenden, nicht mehr pauschal unter einen Diskriminierungsverdacht gestellt werden.
 
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass dieses Gesetz nichts an der statistischen Lohnlücke ändern wird. Die entsteht nämlich nicht, weil jede Bäckerin weniger verdient als der Bäcker neben ihr, sondern sie entsteht, weil die Arzthelferin und die für ein Online-Magazin schreibende Publizistikstudium-Absolventin weniger verdienen als die Fachinformatikerin und die Maschinenbauingenieurin in der Industrie. Wer nicht nur Showpolitik machen will, sondern wirklich was verändern möchte, sollte uns beispielsweise helfen, Frauen stärker für technische Berufe zu werben."