Dulger für weitere zwei Jahre als Präsident an der Spitze von Gesamtmetall

Dulger für weitere zwei Jahre als Präsident an der Spitze von Gesamtmetall

Dulger für weitere zwei Jahre als Präsident an der Spitze von Gesamtmetall

Dresden. Präsident Dr. Rainer Dulger wurde heute auf der Mitgliederversammlung von Gesamtmetall für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. In der sächsischen Landeshauptstadt wählte die Mitgliederversammlung den geschäftsführenden Gesellschafter der ProMinent GmbH erneut zum Präsidenten. Dulger führt Gesamtmetall seit 2012. Ebenso in ihren Ämtern bestätigt wurden die Vizepräsidenten Alfred Gaffal, Arndt G. Kirchhoff, Wolf Matthias Mang, Dr. Stefan Wolf sowie der Schatzmeister Thomas Lambusch.

Dulger bedankte sich bei den Mitgliedern für das in ihn gesetzte Vertrauen. In seiner Rede ging er besonders auf die Probleme des Standorts Deutschland ein: "Tarifpolitisch ist es die Aufgabe der Arbeitgeberverbände die Stärken des Flächentarifvertrages zu bewahren, aber auch seine Schwächen und Strukturprobleme zu beheben. Ein moderner Flächentarifvertrag braucht für die betriebliche Praxis zwingend flexible Instrumente wie Differenzierungsmöglichkeiten, die wir gerade erst in unserem Tarifvertrag verankert haben. Ich würde mir wünschen, dass dieses Modell Schule macht und Vorbild auch für andere Flächentarifverträge ist."

Mit Blick auf die Wirtschaftspolitik zog er in seiner Rede ein ernüchterndes Resümee: "Die vergangenen drei Jahre waren politisch betrachtet drei verlorene Jahre für die deutsche Wirtschaft." Dulger verwies auf den Stillstand in der Steuer- und Finanzpolitik, neue teure Sozialausgaben und die zusätzliche Regulierung des Arbeitsmarkts. Er forderte mehr wirtschaftspolitische Vernunft im Deutschen Bundestag: "Statt neue soziale Wohltaten anzukündigen, ist es jetzt höchste Zeit, wieder an das Erarbeiten von Wachstum und Wohlstand zu denken."

Als Ehrengast hielt der Bundesvorsitzende der Freien Demokraten, Christian Lindner, eine programmatische Rede auf der Mitgliederversammlung. Darin forderte er eine Zukunftsagenda mit mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, Investitionen in Straßen und Glasfaser sowie eine Förderung privater Investitionen. Der Bundesregierung warf Lindner vor, die Wettbewerbsfähigkeit zu verschlechtern: "Die gute Lage ist keine Garantie für die Zukunft."