Entgeltgleichheit: 7.1. ist der ehrliche Equal Pay Day

Entgeltgleichheit: 7.1. ist der ehrliche Equal Pay Day

Entgeltgleichheit: 7.1. ist der ehrliche Equal Pay Day

Berlin. Zum morgigen Equal Pay Day und zur Debatte um Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen hat der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mehr Realismus gefordert. "Entscheidende Gründe für die statistische Differenz sind die Berufswahl und die Erwerbsunterbrechungen. Wir fordern Bundesfrauenministerin Schwesig daher auf,  auf das Entgeltgleichheitsgesetz zu verzichten, denn das Gesetz ändert weder am Berufswahlverhalten, noch an den Erwerbspausen etwas", betonte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander.

Das Statistische Bundesamt hat betont, dass die bereinigte Lücke, die Qualifikation und Tätigkeit berücksichtigt, bei 7 Prozent liegt. Werden familienbedingte Erwerbsunterbrechungen mit einberechnet, schwindet nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln die Lücke fast vollständig. Bei vergleichbarem beruflichem Hintergrund ergibt sich bei Frauen, die höchstens anderthalb Jahre für die Kinderbetreuung aussetzen, lediglich eine Differenz von 1,9 Prozent. "Der ehrliche Equal-Pay-Day ist deshalb morgen, am 7. Januar."

Hier zeige sich, wo Gesellschaft und Politik wirklich aktiv werden müssten. Zander weiter: "Wir müssen gemeinsam junge Frauen ermutigen, ganz selbstverständlich eine Karriere als Facharbeiterin oder Ingenieurin anzustreben. Und die Politik muss ihr Versprechen halten, flächendeckende Kinderbetreuung mit beschäftigungsfreundlichen Öffnungszeiten anzubieten – damit jede Mutter und jeder Vater frei entscheiden können, wie schnell sie wieder arbeiten gehen wollen." Jede Frau, die sich für eine Karriere in der Industrie entscheidet, verringere die Entgeltlücke.

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