Gegen aggressive Spartengewerkschaften hilft nur Grundsatz der Tarifeinheit

Gegen aggressive Spartengewerkschaften hilft nur Grundsatz der Tarifeinheit

Gegen aggressive Spartengewerkschaften hilft nur Grundsatz der Tarifeinheit

Berlin. Gesamtmetall hat den zweitägigen Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Personen- und Güterverkehr der Deutschen Bahn, der heute Morgen endete, scharf kritisiert. Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander: "Auch in diesem Bahn-Tarifkonflikt agiert die Spartengewerkschaft GDL hoch aggressiv, nicht lösungsorientiert und ohne Rücksicht auf die Bahnkunden. Rund 75 Prozent der Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) haben bereits jetzt Produktionsprobleme durch fehlende Teile und Materialknappheit, so dass die Produktion vielfach ins Stocken geraten ist. Jeder Bahn-Streik verschärft diese Probleme natürlich."

Zander weiter: "Statt Lösungen am Verhandlungstisch zu suchen und endlich ernsthaft zu verhandeln, streikt die GDL vor allem zur Mitgliederwerbung und zur Verdrängung der Bahngewerkschaft EVG aus den Betrieben. Es handelt sich um ein extrem abschreckendes Beispiel einer aggressiven Spartengewerkschaft. Ohne den 2015 wiedereingeführten Grundsatz der Tarifeinheit (§ 4a Tarifvertragsgesetz) könnte und würde die GDL noch mehr Schaden anrichten."

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