Gesamtmetall-Ehrenpräsident Dr. Wolfram Thiele verstorben - Persönlichkeit der Integration und des Ausgleichs

Gesamtmetall-Ehrenpräsident Dr. Wolfram Thiele verstorben - Persönlichkeit der Integration und des Ausgleichs

Gesamtmetall-Ehrenpräsident Dr. Wolfram Thiele verstorben - Persönlichkeit der Integration und des Ausgleichs

Thiele stand als vierter Präsident nach dem 2. Weltkrieg von 1977 bis 1985 an der Spitze von Gesamtmetall. Er war Vizepräsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Mitglied im Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Präsident der Vereinigung der Westeuopäischen Metallindustrie (WEM).

Seine Amtszeit stand im Zeichen der Auseinandersetzung um die kollektive Verkürzung der Wochenarbeitszeit mit Streik und Aussperrung in Baden-Württemberg und Hessen. Die härteste Tarifauseinandersetzung seit der Gründung der Bundesrepublik endete durch den „Leber-Kompromiss“ mit dem Einstieg in die 35-Stunden-Woche auf der einen und der Flexibilisierung der Arbeitszeit auf der anderen Seite.

Beruflich war der promovierte Diplom-Kaufmann eng mit der MAN AG verbunden. Nach verschiedenen Stationen bei MAN wurde Thiele 1970 im Zug der Einbeziehung der Gute-Hoffnungs-Hütte (GHH) in den MAN-Unternehmensverbund Vorstandsmitglied der GHH Sterkrade AG, 1974 wurde er Vorstandsmitglied der MAN AG, zuständig für Personal- und Sozialangelegenheiten. Von 1986 bis zum Erreichen der Altersgrenze war er Mitglied des Vorstandes und Arbeitsdirektor der MAN-GHH.

„Gesamtmetall wird seinen Ehrenpräsidenten Wolfram Thiele als Persönlichkeit der Integration und des Ausgleichs in Erinnerung behalten. Besonders haben wir ihn für sein heiteres und ausgeglichenes Wesen sowie für seine Fähigkeit zur Freundschaft geschätzt“, sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser.