Gesamtmetall-Ehrenpräsident Hans-Joachim Gottschol verstorben

Gesamtmetall-Ehrenpräsident Hans-Joachim Gottschol verstorben

Gesamtmetall-Ehrenpräsident Hans-Joachim Gottschol verstorben

Gottschol, geboren am 23.8.1927 in Hagen, arbeitete nach einem Studium der Metallhüttenkunde seit 1954 an der Spitze seines Familienunternehmens, des Metallwerks Krauthausen. 1994 gründete er die Rackwitz Aluminium GmbH. „Gesamtmetall wird seinen Ehrenpräsidenten Hans-Joachim Gottschol als weitsichtige und mutige Unternehmerpersönlichkeit in Erinnerung behalten. Besonders haben wir ihn für seine Klarheit, seinen Mut und nicht zuletzt seinen menschlich sympathischen Humor sehr geschätzt,“ sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser.

„Hans-Joachim Gottschol fühlte sich als Vertreter des industriellen Mittelstandes mit einem klaren Bekenntnis zur gesellschaftspolitischen Verantwortung des Unternehmers. Er stand in einer wirtschaftlich und tarifpolitisch sehr schweren Zeit an der Spitze von Gesamtmetall“, so Kannegiesser. Zu seinen besonderen Verdiensten gehöre die weitsichtige Modernisierung der Tarifverträge. Eines der innovativen Ergebnisse sei der Tarifvertrag Beschäftigungssicherung, der das Prinzip der Arbeitszeitflexibilisierung weiterentwickelte und abrundete.

Das Engagement Gottschols begann 1970 als Mitglied im Vorstand des Märkischen Arbeitgeberverbandes, dessen Vorsitzender er 1983 wurde. Er amtierte als Vizepräsident von Metall NRW und stand von 1992 bis 1996 als Präsident an der Spitze von Gesamtmetall. Ganz besonders engagierte sich Gottschol als Unternehmer ebenso wie im Ehrenamt an der Spitze von Gesamtmetall für den wirtschaftlichen Aufbau der neuen Bundesländer.