Gesamtmetall fordert Steuersenkungen und seriösen Rentenplan

Gesamtmetall fordert Steuersenkungen und seriösen Rentenplan

Gesamtmetall fordert Steuersenkungen und seriösen Rentenplan

Berlin. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall fordert die Bundesregierung dazu auf, die Rekordsteuereinnahmen für spürbare finanzielle Entlastungen bei Bürgern und Unternehmen zu nutzen. Anlässlich der heutigen Steuerschätzung sagte Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger: "Der richtige Zeitpunkt für Steuersenkungen ist jetzt gekommen. Unser Staat nimmt mehr Geld ein als je zu vor, mehr als er für die Erfüllung seiner Aufgaben benötigt. Es ist an der Zeit, die Leistungsträger zu entlasten, statt immer neue sozialpolitische Wohltaten zu finanzieren."

"Die Unternehmenssteuern müssen dringend entschlackt werden, um den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb weiter attraktiv zu halten", sagte Dulger. Die deutsche Industrie fordere zu Recht, die effektive Steuerbelastung von derzeit über 30 Prozent auf maximal 25 Prozent zu senken. Damit liege Deutschland immer noch über dem EU-Schnitt. "Wir müssen wieder mehr Wirtschaft wagen."

"Zudem muss der Solidaritätszuschlag in dieser Legislaturperiode vollständig abgeschafft werden. Auch eine Entlastung der mittleren Einkommen ist überfällig. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit", sagte Dulger.

Dulger kritisierte zudem die teilweise unseriösen Rentenvorschläge von Bundesfinanzminister Olaf Scholz. "Die Renten steigen von ganz alleine. Heute, morgen und in 20 Jahren. Daran ändert sich nichts. Wer jetzt aber bei den Renten noch Milliarden Euro draufpacken will, belastet unsere Kinder und Enkel. Denn die müssen immer neue Leistungen bezahlen. Das ist unfair und ungerecht. Die Rentenversprechen helfen der SPD auch nicht aus dem Umfragekeller. Wir brauchen stattdessen einen seriösen Rentenplan. Der demografische Wandel wird kommen und damit werden auch die Ausgaben für die Rente ab 2030 rasant steigen, ob es der SPD gefällt oder nicht. Es wird Zeit, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln."

Aktuelle Studien zeigen, dass die sogenannte doppelte Haltelinie - mindestens 48 Prozent Rentenniveau, höchstens 20 Prozent Beitrag - im Jahr 2025 zusätzliche Steuergelder von 17 Milliarden Euro erfordert. 2030 wären bereits 46 Milliarden Euro und 2040 sogar 118 Milliarden Euro nötig.