Gesamtmetall: Zeitarbeit für Metall- und Elektro-Industrie unverzichtbar

Gesamtmetall: Zeitarbeit für Metall- und Elektro-Industrie unverzichtbar

Gesamtmetall: Zeitarbeit für Metall- und Elektro-Industrie unverzichtbar

Wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall betont, folgt die Beschäftigungsentwicklung einem typischen Muster: Bei einer wirtschaftlichen Erholung wird zuerst auf Zeitarbeit und andere flexible Beschäftigungsformen gesetzt, da große Unsicherheit über die weitere Entwicklung besteht. Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt aber, dass bei einem stabilen Aufschwung anschließend die Zahl der Stammarbeitsplätze ebenfalls wächst und den Zuwachs der Zeitarbeit deutlich übersteigt.

So lag der Anteil der Zeitarbeitnehmer vor der Krise bei gut sechs Prozent. Im Aufschwung - bis zum Einbruch 2008 - wurden nur 60.000 neue Zeitarbeitsplätze, aber mehr als 200.000 zusätzliche Stammarbeitsplätze aufgebaut. In der Krise ging der Anteil der Zeitarbeit auf unter vier Prozent zurück. Jetzt ist die Zahl der Zeitarbeitnehmer wieder gestiegen – und inzwischen entstehen auch wieder neue Stammarbeitsplätze: "Die Behauptung, Zeitarbeit verdrängt Stammarbeitsplätze, wird auch durch stetige Wiederholung nicht wahr".

Gesamtmetall warnte vor einer übermäßigen Regulierung der Zeitarbeit, insbesondere auch vor einer undifferenzierten Forderung nach 'equal pay'. Die Zeitarbeit habe vielen An- und Ungelernten einen Arbeitsplatz verschafft, die sonst kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. "Deren fachliche Qualifikationen ändern sich nicht durch eine Änderung der Zeitarbeitsregelungen. Um es deutlich zu sagen: Zeitarbeit zu beschneiden beseitigt die Lösung, nicht das Problem. Es gibt kein wirksameres und schnelleres Instrument, um Ungleichgewichte am Arbeitsmarkt zwischen gut und weniger gut ausgelasteten Sparten und Unternehmen schneller auszugleichen als Zeitarbeit. Dies sichert und hebt das gesamte Beschäftigungsniveau".