"IWF-Empfehlungen widersprechen Festlegungen des Koalitionsvertrages diametral"

"IWF-Empfehlungen widersprechen Festlegungen des Koalitionsvertrages diametral"

"IWF-Empfehlungen widersprechen Festlegungen des Koalitionsvertrages diametral"

Berlin. Der Internationale Währungsfonds hat gestern seine Analyse der wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands vorgestellt. Zu den zentralen Inhalten gehört die Feststellung, dass die wirtschaftliche Lage noch gut ist, die gute Lage aber genutzt werden muss, um die langfristigen Aussichten zu verbessern.

So müssten angesichts der ungünstigen demographischen Entwicklungen die Wachstumskräfte gestärkt, das Arbeitskräfteangebot ausgeweitet und die Bedingungen für private Investitionen verbessert werden. Die IWF-Experten fordern Steuerförderung von Forschung und Entwicklung und Bürokratieabbau ebenso wie bessere Kinderbetreuungsangebote und mehr Ganztagsschulen. Zu den zentralen Politikempfehlungen gehört auch, Rente und Arbeitsmarkt so zu reformieren, dass längere Lebensarbeitszeiten zur Regel werden.

"Diese Empfehlungen des Internationalen Währungsfonds sind sehr bemerkenswert, weil sie in fast jedem Detail dem Koalitionsvertrag diametral widersprechen", beurteilt der Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander den Bericht des IWF. "Damit bescheinigt der IWF der Großen Koalition, die wirtschaftliche Grundlage Deutschlands durch falsche Politik zu beschädigen. Vom IWF ein so miserables Zeugnis ausgestellt zu bekommen, ist nicht so einfach zu ignorieren."