Konjunkturzahlen für Februar 2019: Metall- und Elektro-Industrie erneut stark rückläufig

Konjunkturzahlen für Februar 2019: Metall- und Elektro-Industrie erneut stark rückläufig

Konjunkturzahlen für Februar 2019: Metall- und Elektro-Industrie erneut stark rückläufig

Berlin. Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) sehen sich nach einem schwachen Start ins Jahr 2019 weiter mit einer sich verschlechternden Auftragslage und rückläufiger Produktion konfrontiert. So lag der Auftragseingang im Februar 2019 saisonbereinigt – also ohne jahreszeitbedingte Einflüsse – 5,7 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Aufträge sogar um 8,8 Prozent zurück. Dabei zeigten die Auslandsbestellungen mit einem Minus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und minus 14,0 Prozent im Vergleich zum Februar 2018 einen besonders starken Rückgang. Aber auch die Inlandsbestellungen waren rückläufig. Sie gingen gegenüber dem Vormonat um 3,7 Prozent zurück (minus 0,8 Prozent zum Februar 2018).

Die Produktion gab zu Beginn des Jahres ebenfalls nach und lag mit minus 0,6 Prozent unter dem Niveau des Vormonats (minus 1,4 Prozent im Vergleich zum Februar 2018).

"Die exportstarken Unternehmen unserer Branche trifft der deutliche Rückgang im Auslandsgeschäft besonders hart. Sie spüren bereits die Auswirkungen einer Abkühlung der Konjunktur. Und wenn jetzt noch Probleme aus dem internationalen Umfeld dazukommen, etwa ein ungeregelter Brexit, US-Autozölle oder ein Einbruch im China-Geschäft, kann sich die Lage rasch verschlechtern. Die M+E-Industrie ist in diesem Umfeld rezessionsgefährdet", erklärte Gesamtmetall-Chefvolkswirt Dr. Michael Stahl.

Verschiedene Wirtschaftsforschungsinstitute hatten kürzlich ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland deutlich von 1,9 Prozent auf 0,8 Prozent für das laufende Jahr gesenkt.