"Reine Symbolpolitik der Bundesregierung, die an den Beschäftigten komplett vorbeigeht"

"Reine Symbolpolitik der Bundesregierung, die an den Beschäftigten komplett vorbeigeht"

"Reine Symbolpolitik der Bundesregierung, die an den Beschäftigten komplett vorbeigeht"

Zur heute vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlichten Studie "Befristete Beschäftigung – Sprungbrett oder Sackgasse?" sagt Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander:

"Die Studie macht erneut deutlich, dass das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung nicht nur reine Symbolpolitik ist, sondern sogar an den Beschäftigten komplett vorbeigeht. Die sachgrundlose Befristung bietet Arbeitssuchenden einen erfolgreichen Weg für den Einstieg in den Arbeitsmarkt – gerade auch nach längerer Arbeitslosigkeit. In der Metall- und Elektro-Industrie werden rund zwei Drittel der befristet Beschäftigten ein Jahr später in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen. Mit der geplanten Einschränkung wird den Unternehmen nicht nur abermals Flexibilität genommen, es verhindert sogar jungen Berufseinsteigern oder Arbeitssuchenden die Chance auf einen langfristigen Job.

Wir fordern, dass die Große Koalition endlich ehrliche Politik macht und selbst nur so handelt, wie sie es von anderen verlangt. Dazu gehört die Abschaffung der Haushaltsbefristung ebenso wie eine Überarbeitung der Sachgrundbefristung durch weitere und konkretisierte Sachgründe, um diese wieder rechtssicher zu machen. Die Unternehmen brauchen flexible Kapazitätsreserven, um wettbewerbsfähig zu bleiben."

Hintergrund sind die Pläne der Bundesregierung, den Anteil sachgrundloser Befristungen bei Firmen mit mehr als 75 Beschäftigten auf 2,5 Prozent der Beschäftigten zu beschränken und die Höchstdauer von bisher 24 auf 18 Monate zu verkürzen.

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