Sechstes Gespräch mit der IG Metall zur Arbeitszeit Ost ohne Ergebnis

Sechstes Gespräch mit der IG Metall zur Arbeitszeit Ost ohne Ergebnis

Sechstes Gespräch mit der IG Metall zur Arbeitszeit Ost ohne Ergebnis

Potsdam. Das sechste Gespräch zur Arbeitszeit Ost zwischen den Arbeitgebern der ostdeutschen Metall- und Elektro-Industrie und der IG Metall ist für heute ohne Ergebnis beendet worden.

Die Arbeitgeber haben erneut deutlich gemacht, dass eine Lösung nur im Flächentarif erfolgen kann, wenn diese weder Standorte noch Arbeitsplätze gefährdet. Dazu liegt nach wie vor der TV FUTURE (Flächenlösung zur Unterstützung der Tarifbindung von Unternehmen sowie zur Regionalen Entwicklung) auf dem Tisch. Dieser Tarifvertrag sieht eine feste dauerhafte Wochenarbeitszeit vor, die durch freiwillige Betriebsvereinbarung passgenau für einzelne Beschäftigtengruppen ausgestaltet werden und die zwischen 30 und 40 Stunden liegen kann. „Alles, was die IG Metall will, kann sie mit unserem Modell umsetzen: Die Einführung der 35-Stunden-Woche für einzelne Betriebe ab 2021, die Stärkung der Tarifbindung in Ostdeutschland, außerdem mehr Gestaltungsfreiheit bei der eigenen Arbeitszeit für die Beschäftigten und sogar eine Stärkung der Rolle der Betriebsräte“, betonten die Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Stefan Moschko und Prof. Dr. Nils Kroemer. „Die IG Metall war nicht bereit, Beschäftigten und Betriebsräten mehr Arbeitszeitsouveränität zuzugestehen“.

 „Wir wollen weiterhin eine Lösung erreichen. Es liegt nun an der IG Metall, die Unterbrechung zu nutzen und sich zu entscheiden, ob ihre Bekenntnisse zum Flächentarif ernst gemeint sind“.