"Solider Dreiklang aus akzeptabler Lohnerhöhung, Flexibilität und langer Laufzeit"

"Solider Dreiklang aus akzeptabler Lohnerhöhung, Flexibilität und langer Laufzeit"

"Solider Dreiklang aus akzeptabler Lohnerhöhung, Flexibilität und langer Laufzeit"

In der fünften Runde der Tarifverhandlungen konnte heute in Nordrhein-Westfalen eine Einigung zwischen den Arbeitgebern in der Metall- und Elektro-Industrie sowie der IG Metall erreicht werden. Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger begrüßt den Tarifabschluss: "Wir haben heute eine gute Lösung gefunden – für die Unternehmen, für die Beschäftigten und nicht zuletzt auch für den Standort und die Tarifbindung. Wir haben in den vergangenen Wochen immer davor gewarnt, dass es die falsche Zeit für Höhenflüge ist. Ich bin erleichtert und froh, dass wir nach harten Verhandlungen ein Ergebnis erzielen konnten", so Dulger.

Der Abschluss sei ein solider Dreiklang aus akzeptabler Lohnerhöhung, betrieblicher Flexibilität und langer Laufzeit. Damit habe man erreicht, dass die Belastung der Unternehmen deutlich unter den Vorjahren liegt, dass die Laufzeit deutlich länger ist und dass den Unternehmen die Möglichkeit gegeben wird, Teile des Abschlusses zu differenzieren.

"Die Erhöhungen von 2,8 % in 2016 und 2,0 % für 2017 sind für die Unternehmen gerade noch tragbar, auch weil für uns elementar wichtige Abweichungen nach unten durch Differenzierung für einzelne Unternehmen in Schwierigkeiten möglich sind. So kann im Einzelfall die jährliche Kostenbelastung über die Laufzeit im Volumen von über 10 Prozent gesenkt werden. Auf diese Flexibilität haben wir im neuen Tarifvertrag großen Wert gelegt. Die Lage der Unternehmen ist so unterschiedlich, dass wir sorgsam mit einem flexiblen Tarifvertrag darauf reagieren mussten. Die Differenzierungskomponente war daher unverzichtbar und stärkt das Vertrauen in die Tarifautonomie. Hier hätten wir Arbeitgeber uns mehr vorstellen können, aber die vereinbarte Gesprächsverpflichtung gibt uns nun die Chance, längerfristig zu einer Lösung zu kommen, die den Flächentarifvertrag nachhaltig modernisieren könnte. Parallel dazu bringt die lange Laufzeit von 21 Monaten den Unternehmen Ruhe und verlässliche Rahmenbedingungen. Sie können sich nun wieder voll und ganz auf ihre Aufgabe konzentrieren, wettbewerbsfähige Produkte herzustellen", erklärt Dulger.

"Notwendig war bei diesem Abschluss ein Schritt dahin, dass das Gleichgewicht zwischen Erwirtschaften und Verteilen wieder hergestellt wird. Wir haben in der Vergangenheit zu oft einen Vorschuss auf einen vermeintlichen Aufschwung gezahlt, der am Ende nicht kam. Wir stehen im internationalen Wettbewerb. Werden am Ende unsere Produkte zu teuer, kauft sie keiner mehr. Wir setzen mit der heutigen Einigung ein Signal, Deutschland als Standort der Metall- und Elektro-Industrie nicht weiter zu schwächen", so Dulger.