Vorschlag zur Angleichung der Arbeitsbedingungen in den neuen Bundesländern vorgelegt

Vorschlag zur Angleichung der Arbeitsbedingungen in den neuen Bundesländern vorgelegt

Vorschlag zur Angleichung der Arbeitsbedingungen in den neuen Bundesländern vorgelegt

Berlin/Radebeul. Die Arbeitgeber der ostdeutschen Metall- und Elektro-Industrie haben heute in Radebeul der IG Metall einen Vorschlag zur Angleichung der Arbeitsbedingungen in den neuen Bundesländern vorgelegt. Ziel des sogenannten TV FUTURE ("Flächenlösung zur Unterstützung der Tarifbindung von Unternehmen sowie zur Regionalen Entwicklung") ist es, durch innovative Regelungen die Tarifbindung nachhaltig zu stärken und die Arbeitsbedingungen auf so verantwortliche Weise anzugleichen, dass Investitionen und Arbeitsplätze im Osten nicht gefährdet und die Fachkräftekrise nicht verschärft werden.

Für Mai sind bereits weitere zwei Gesprächstermine angesetzt, um einzelne Bausteine des Modells zu diskutieren. Ziel ist es, ein modernes Tarifwerk zu schaffen, das drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall sowohl dem Gerechtigkeitsgefühl der Mitarbeiter als auch der nachlassenden Konjunktur und dem härter werdenden Standortwettbewerb Rechnung trägt und zugleich einen Beitrag zur regionalen Entwicklung und Steigerung der Tarifbindung leistet. "Wir wollen einen verlässlichen tariflichen Rahmen für alle, innerhalb dessen einzelne Betriebe freiwillig eine schnellere Angleichung vornehmen können, ohne dadurch mit zusätzlichen Kosten belastet zu werden", sagt Arbeitgeber-Verhandlungsführer Stefan Moschko. "Eine solche Lösung darf nicht nur die Situation in den Konzernen im Blick haben, sondern muss unbedingt mittelstandstauglich sein, um auch in den industriell schwächeren Bundesländern den Flächentarif zu stärken und Standorte zu sichern."