10-Punkte-Plan für eine wettbewerbsfähige Industrie zur Erhaltung des sozialen Europas

10-Punkte-Plan für eine wettbewerbsfähige Industrie zur Erhaltung des sozialen Europas

10-Punkte-Plan für eine wettbewerbsfähige Industrie zur Erhaltung des sozialen Europas

Die Europawahlen im Mai 2019 werfen bereits ihre Schatten voraus, die Politik in Brüssel und Berlin spricht zu Recht von Schicksalswahlen für die Zukunft der Europäischen Union. Die europäischen Verbände und Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie mit ihren europaweit mehr als 35 Millionen Mitarbeitern haben einen "10-Punkte-Plan für eine wettbewerbsfähige Industrie zur Erhaltung des sozialen Europas" entworfen. Für sie ist klar: Europa ist unsere Heimat, der EU-Binnenmarkt unser sicherer Hafen. Unser Ziel ist es, die europäische Wirtschaft erfolgreich durch die digitale Transformation zu bringen und dabei wettbewerbsfähige Produkte anbieten zu können, Arbeitsplätze in Europa zu schaffen und das soziale Europa zu bewahren.

Wir sagen "Ja" zu Europa. Aber wir haben auch sehr klare Vorstellungen davon, wie die oben genannten Ziele erreicht werden können und welche Agenda sich die Europäische Union geben muss, um sich den großen Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Der 10-Punkte-Plan soll nicht nur als Richtschnur für das neue Europäische Parlament dienen, sondern auch für die nächste Europäische Kommission. Alle EU-Institutionen müssen in der folgenden Legislaturperiode schnell und effizient zusammenarbeiten, sonst werden wir gegenüber unseren globalen Mitbewerbern ins Hintertreffen geraten - mit erheblichen Folgen für das Gemeinwohl in Europa.

Wir fordern daher zusammen mit CEEMET, unserem Dachverband der europäischen Technologie- und Industriearbeitgeber:

  1. Eine echte Debatte über die Zukunft Europas: Realistische und offene Debatte über die Schaffung von Wohlstand in Europa mit einer digitalisierten Industrie und einer zuversichtlichen Gesellschaft.
  2. Bessere Rechtsetzung: Konsequente Überprüfung des europäischen Rechtsrahmens sowie neuer Regulierung, ob sie bedarfsgerecht, kohärent, kosteneffizient und durchsetzbar ist und nicht besser auf nationaler Ebene erfolgen sollte.
  3. Internationale Wettbewerbsfähigkeit: Verstärkter Fokus auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa und auf einen reibungslosen Europäischen (digitalen) Binnenmarkt.
  4. Digitales Industriezeitalter: Umfassende Überarbeitung von Infrastruktur und Regulierung für das digitale Industriezeitalter sowie eine bessere Koordinierung nationaler und europäischer Initiativen zur Förderung von digitalen Innovationen.
  5. Kompetenzen, Kompetenzen, Kompetenzen: Gemeinsame Kraftanstrengung, um die Menschen in Europa altersunabhängig von der Notwendigkeit digitaler Bildung zu überzeugen und Investitionen in digitale, unternehmerische und soziale Kompetenzen.
  6. Agile Arbeitsmärkte: Notwendige Reformen für agile Arbeitsmärkte anstoßen, die neuen Konzepten von Arbeit bzw. Arbeitsorganisation Raum für Entwicklung lässt, um Arbeitgebern und Arbeitnehmern in einer digitalen Gesellschaft gerecht zu werden.
  7. Sozialpartner machen den Unterschied: Einbeziehung der Sozialpartner in alle sozialpolitischen Gesetzgebungsprozesse auf EU-Ebene und die Wahrung der Sozialpartnerautonomie in den nationalen Prozessen der Entgeltfindung.
  8. Investitionen in Technologie & Industrie: Effizienzinitiative für einheitliche und koordinierte Investitionsprogramme inklusive einheitlicher Anlaufstelle, um Unternehmen bei der Digitalisierung besser und schneller finanziell zu unterstützen.
  9. Welthandel & Brexit: Gemeinsame Handelspolitik, die die EU in die Lage versetzt, ihre Interessen gegenüber mächtigen Partnern wie den USA oder China und einen fairen Wettbewerb sicherzustellen; ein harter Brexit ist keine Option!
  10. Konsultation der Industrie: Gezielter Dialog mit der Industrie, um den realen Bedürfnissen und Herausforderungen der Unternehmen Gehör zu verschaffen und betriebsnahe Lösungen zu finden.

In der anliegenden Broschüre finden Sie die ausführlichen Vorstellungen und Forderungen zur Europawahl.

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