Bestehende tarifliche Möglichkeiten zur Arbeitszeitabsenkung

Bestehende tarifliche Möglichkeiten zur Arbeitszeitabsenkung

Bestehende tarifliche Möglichkeiten zur Arbeitszeitabsenkung

Die Betriebe in der Metall- und Elektro-Industrie wurden durch die Corona-Krise hart getroffen. Die Produktion ist in den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 19,1 % gesunken. Durch die gesetzlichen Regelungen zur Kurzarbeit konnte die Beschäftigung bisher aber weitestgehend gesichert werden. So ist trotz dieses konjunkturellen Einbruchs die Beschäftigung in der Metall- und Elektro-Industrie im genannten Zeitraum nur um 1,9 % gesunken (Rückgang der Beschäftigung seit dem Beschäftigungshöhepunkt im April 2019 von 4,05 Mio. um 130.000 auf 3,92 Mio. im Juli 2020), während die Kurzarbeit in der Metall- und Elektro-Industrie im Juni 2020 bei 1,36 Mio. Beschäftigten lag. Die Arbeitgeber in der Metall- und Elektro-Industrie begrüßen daher die Verlängerung der Krisenregelungen zur Kurzarbeit.

Die Tarifverträge der Metall- und Elektro-Industrie enthalten bereits Regelungen zur Flankierung der gesetzlichen Kurzarbeit. Außerdem kennen sie – über die Möglichkeiten nach dem sogenannten "Pforzheim-Abkommen" hinaus – eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Reduzierung der Arbeitszeit.

Nichtsdestotrotz fordert die IG Metall die Einführung einer Vier-Tage-Woche (Reduzierung von 35 (im Osten 38) auf 32 Arbeitsstunden pro Woche) mit (Teil-)Entgeltausgleich. Geregelt werden soll das zunächst nur auf der Unternehmensebene. Es ist leider damit zu rechnen, dass die Gewerkschaft mittelfristig eine generelle Arbeitszeitverkürzung mit vollem Entgeltausgleich fordern wird.

In der Broschüre werden die bereits bestehenden tariflichen Regelungen zur möglichen Absenkung der Arbeitszeit in der M+E-Industrie kurz dargestellt.