M+E-Zeitung 02/2022

M+E-Zeitung 02/2022

M+E-Zeitung 02/2022

Schaffen wir das? lautet die provokante Frage auf der Titelseite der M+E-Zeitung. Ja. Aber nur, wenn wir jetzt zusammenhalten – und kurzfristig mit Einbußen leben. Noch nie gab es so viele Herausforderungen gleichzeitig für die Metall- und Elektro-Industrie wie gerade.

Die Unternehmen hatten ohnehin schon gestörte Lieferketten, enorm gestiegene Rohstoffpreise und den Strukturwandel zu bewältigen. Und das mitten in der Corona-Pandemie. Dann kam noch der Krieg in der Ukraine obendrauf: Die Preise für Strom und Gas explodieren, viele Aufträge rechnen sich nicht mehr, Deutschland steuert in die Rezession.

Nur wenigen M+E-Unternehmen geht es trotz Krise gut. Doch sehr viele, vor allem kleine und mittlere Betriebe leiden. Besonders deutlich macht das eine Zahl: 44 Prozent der Unternehmen sehen sich angesichts der Entwicklungen sogar wirtschaftlich in ihrer Existenz gefährdet. Kurzarbeit, Arbeitsplatzabbau und Insolvenzen sind eine reale Gefahr. Dringend benötigte Investitionen etwa in Digitalisierung und Fachkräftesicherung bleiben liegen. Dabei wurden seit 2018 nur 2,5 Prozent der Arbeitsplätze abgebaut, obwohl die Produktion um zehn Prozent sank. Das zeigt den großen Einsatz der Betriebe für ihre Beschäftigten.

Diesen wollen die Unternehmen auch fortsetzen. Ihnen ist bewusst, wie sehr die Preissteigerungen nicht nur bei Energie die Beschäftigten treffen. Doch niemandem ist geholfen, wenn die Löhne so stark steigen, dass die Betriebe dies nicht mehr stemmen können. Oder wenn Warnstreiks dazu führen, dass die Produktion noch mehr leidet. Jede Arbeitsstunde zählt in dieser Ausnahmesituation. Wenn M+E-Unternehmen und ihre Beschäftigten jetzt zusammenstehen, werden sie diese Krise bewältigen.

Wie es in den Unternehmen aktuell aussieht – mehr dazu in dieser Ausgabe.

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