M+E-Zeitung: Mehr Geld, faire Altersteilzeit, faire Bildungschancen

M+E-Zeitung: Mehr Geld, faire Altersteilzeit, faire Bildungschancen

M+E-Zeitung: Mehr Geld, faire Altersteilzeit, faire Bildungschancen

Dauerhaft mehr Entgelt, die Altersteilzeit neu auflegen für Mitarbeiter, die nicht mehr können, und An- und Ungelernte fördern: Das sind die wichtigsten Eckpunkte des Lösungsvorschlags der M+E-Arbeitgeber in der Tarifrunde 2015. Die Entgelterhöhung von 2,2 Prozent liegt deutlich über der Inflationsrate. Die Reallöhne wachsen also spürbar. Fair für alle – das soll der Tarifabschluss 2015 sein, betonen die M+E-Arbeitgeber. In der zweiten Verhandlungsrunde haben sie ihren Lösungsvorschlag vorgelegt.

Hintergrund für die laufenden Tarifverhandlungen ist das anhaltend schwache Wachstum der M+E-Industrie seit drei Jahren. Die Risiken für die Konjunktur bestehen weiter. Auch in 2015 gibt es voraussichtlich nur 1,5 Prozent Wachstum. In der Tarifrunde 2015 wollen die M+E-Arbeitgeber eine schnelle Einigung. Deswegen geht das Angebot gleich an die Grenze des Möglichen. Im Einzelnen:

  • Mehr Geld: Die Entgelte sollen zum 1. März 2015 um 2,2 Prozent steigen. Und das, nachdem es in den vergangenen drei Jahren schon 10 Prozent mehr gab. Den Mitarbeitern bleibt erneut ein deutliches Reallohnplus – erst recht bei der momentanen Mini-Inflation! Im Vergleich zu 2014 fällt das Plus sogar noch deutlicher aus, denn es gab ja im Mai 2014 schon eine Erhöhung. Unter dem Strich bleibt für 2015 damit sogar ein Plus von 2,53 Prozent.
  • Altersteilzeit: Moderne Technik und zeitgemäße Arbeitsgestaltung haben die Arbeitswelt verändert. Deshalb sind es immer weniger, die aufhören müssen. Und die Betriebe wollen die Älteren auch halten - ihre Zahl ist seit dem Jahr 2000 fast auf das Dreifache gestiegen. Allerdings wird für diejenigen älteren Mitarbeiter, die nicht mehr können, eine Lösung gebraucht. Deshalb schlagen die M+E-Arbeitgeber einen neuen Tarifvertrag zur Altersteilzeit vor, der besonders belasteten Beschäftigten zugute kommt – bis zu 2 Prozent einer Belegschaft. Diese Altersteilzeit wird künftig allein vom Arbeitgeber finanziert.
  • Bildung: In den M+E-Betrieben sind Aus- und Weiterbildung gelebter Alltag. Dafür investieren sie pro Jahr bundesweit rund 8 Milliarden Euro. Auf Weiterbildung entfallen 4 Milliarden Euro. Im Schnitt sind das pro Kopf über 1.000 Euro. Gerade auch dadurch gelingt es den Unternehmen der M+E-Industrie immer wieder, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. So wurde beispielsweise der Wandel durch Digitalisierung und Internet bewältigt. Vorstellbar sind aber gemeinsame Bemühungen im Hinblick auf die Weiterbildung von An- und Ungelernten.

Der Lösungsvorschlag der M+E-Arbeitgeber ist eine große Chance, schnell zu einem vernünftigen Tarifabschluss zu kommen – der den Mitarbeitern ein faires Lohnplus bietet, der die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und die Arbeitsplätze bei M+E absichert.

Weitere Informationen finden Sie in der Sonderausgabe der M+E-Zeitung 1/2015.

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