Studie: M+E-Strukturbericht 2015

Studie: M+E-Strukturbericht 2015

Studie: M+E-Strukturbericht 2015

Die deutsche Wirtschaft wird immer stärker von der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) bestimmt. Im Strukturbericht 2015 werden die wesentlichen Entwicklungslinien und Gründe im nationalen und internationalen Vergleich für die Jahre 2000 bis 2014 analysiert.

Im Inland konnte die M+E-Industrie ihre hohe Bedeutung mit Blick auf Wertschöpfung, Beschäftigung, Einkommen und Exporte weiter erhöhen und ihre Position als Herz der Wirtschaft ausbauen. Auch im internationalen Vergleich hat die deutsche M+E-Industrie ihre hohen Marktanteile trotz steigender Kosten verteidigt. Bei den zur Bewältigung des Strukturwandels wesentlichen Erfolgsfaktoren (insbesondere Globalisierung und Wissensintensivierung) gehört die deutsche M+E-Industrie ebenso nach wie vor zur internationalen Spitzengruppe.

Die starke Position der M+E-Industrie darf aber nicht über konkrete Warnzeichen hinwegtäuschen.

Die nachlassende Wachstumsdynamik vor allem in den Schwellenländern dämpft die Exportaussichten und hat entsprechend negative Rückwirkungen auf die Produktion in Deutschland. Eine weltweite, säkulare Stagnation würde die überdurchschnittlich globalisierte M+E-Industrie besonders treffen. Viele Konkurrenten, insbesondere aus Asien, holen bei Know-how, Innovationen und Wissen zudem auf. Gerade bei den Patenten hat die deutsche M+E-Industrie deutlich an Marktanteilen verloren. Das ist eine Bedrohung für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit, denn es gibt nachweislich einen zeitverzögerten Zusammenhang zwischen Patenten und Exporten.

Nicht zuletzt hat sich die Kostenposition der deutschen M+E-Industrie, gerade bei der Entwicklung der Lohnstückkosten, verschlechtert.