Wiederhochfahren und Wiederherstellung: Vorschläge für die 2. und 3. Phase der Corona-Krise

Wiederhochfahren und Wiederherstellung: Vorschläge für die 2. und 3. Phase der Corona-Krise

Wiederhochfahren und Wiederherstellung: Vorschläge für die 2. und 3. Phase der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat das öffentliche und wirtschaftliche Leben für einige Wochen komplett stillgelegt. Die Gesundheit der Menschen war und ist vorrangig. Es scheint so, dass die erste, akute Phase der Corona-Krise bald beendet ist. Da gilt es allen Menschen zu danken, die so diszipliniert den Empfehlungen der Virologen gefolgt sind, dem medizinischen Personal, der Bundesregierung, den Landesregierungen und den Parlamenten, die in dieser Zeit sehr vieles mit beeindruckender Geschwindigkeit richtig gemacht haben.

Aber die deutsche Wirtschaft und die Metall- und Elektro-Industrie sind in einer dramatischen Situation. Die Lage ist schlechter als in der Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008/2009. Und trotz aller Anstrengungen, aller Rettungs- und Konjunkturpakete, werden am Ende der Corona-Krise erhebliche wirtschaftliche Schäden bleiben. Es wird Insolvenzen und Arbeitslosigkeit geben. Es muss deutlich gesagt werden: Die Wochen des Stillstands in der deutschen Wirtschaft können nicht folgenlos bleiben, auch nicht bei uns in der stärksten und innovativsten deutschen Wirtschaftsbranche, der Metall- und Elektro-Industrie.

Nun stehen die 2. und 3. Phase der Corona-Krise an: Das Wiederhochfahren und die Wiederherstellung der Wirtschaft. Unser Ziel muss es sein, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Allerdings kommen mindestens drei Faktoren erschwerend hinzu:

Erstens: Die Metall- und Elektro-Industrie befand sich bereits 2019 ganzjährig in einer Branchenrezession. Erste Erholungszeichen im Januar und Februar 2020 raffte das Virus dahin.

Zweitens: Die große Exportabhängigkeit unserer Wirtschaft und die starke internationale Verflechtung mit vielen Ländern, die in einer noch schwierigeren Lage, aber gleichzeitig für Deutschland wichtige Märkte und volumenstarke Handelspartner sind. Das heißt natürlich, dass der Weg der Erholung der Weltwirtschaft und der Wirtschaft in Europa ein längerer werden könnte. Aber das heißt nicht, dass die Globalisierung davon mittel- und langfristig gestoppt wird. Dazu sind die Vorteile des Freihandels und die gegenseitigen Verflechtungen einfach zu groß.

Und drittens: Die Metall- und Elektro-Industrie befindet sich weiterhin in einem großen und sich möglicherweise durch die Corona-Krise beschleunigenden Strukturwandel. Dies ist eine Herausforderung, die nach dem Ende der Krise nicht vorbei sein wird. Es wird massiver Investitionen in die Zukunft durch die Unternehmen in die Produkte, die Produktion und in die Qualifikation der Beschäftigten bedürfen. Hier werden wir mit den Gewerkschaften "zusammen weiterdenken" müssen.

Damit stellt sich die Frage, was geschehen soll und muss, um Krise und Herausforderungen gestärkt zu bestehen? Hiermit legt Gesamtmetall Vorschläge für die 2. und 3. Phase der Corona-Krise vor.

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