Alexander Dennebaum
Pressesprecher
Telefon: 030-55150-215
E-Mail: dennebaum@gesamtmetall.de
Die Zahlen sind eindeutig: Die Metall- und Elektro-Industrie steckt in der Krise. Jeden Monat gehen 10.000 Jobs bei M+E verloren. Die Produktion ist tief unter das Vorkrisenniveau von 2018 gerutscht – minus 15 Prozent waren es Ende Februar. Die Auftragslage ist vielerorts schlecht.
Das liegt nicht an Kriegen oder Zöllen. Das ist vor allem ein grundsätzliches Problem: Viele M+E-Unternehmen können nicht mehr rentabel in Deutschland produzieren. Gut ein Viertel hat 2025 Verlust gemacht. Ein weiteres Viertel schaffte gerade noch eine „schwarze Null“, es blieben also weniger als 2 Prozent des Umsatzes als Rendite übrig. Und das hat Folgen: Den Unternehmen fehlt das Geld für Investitionen. In neue Produkte, zukunftsfähige Geschäftsmodelle – und vor allem in zukunftssichere Arbeitsplätze.
Der wichtigste Faktor, der auf den Betrieben lastet: die hohen Kosten. Für Energie, für Steuern, für Bürokratie. Und für Arbeit.
Es gibt zwar nach wie vor gute Argumente für Investitionen in Deutschland: eine ausgeprägte Innovationskultur, mutige und erfolgreiche, in ihren Regionen verwurzelte Unternehmen und natürlich: Sie und Ihre Kollegen.
Aber wir müssen den Ernst der Lage auch erkennen: Wer in Deutschland nichts verdient, investiert auch nichts – oder tut es anderswo. Es führt also kein Weg daran vorbei, dass die Kosten sinken müssen. Damit unser Land wieder zum Investitionsstandort wird. Da mit Industrie Zukunft hat.
Mit der M+E-Zeitung informieren die Arbeitgeber der Metall- und Elektro-Industrie die Beschäftigten der Branche über gemeinsame Themen und Entwicklungen. Sie erscheint regulär viermal jährlich und wird in den Betrieben ausgelegt und zum Beispiel in den Pausenräumen, Kantinen oder auf dem Heimweg gelesen. Die Mitgliedsunternehmen der M+E-Arbeitgeberverbände erhalten die M+E-Zeitung kostenfrei.