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Arbeitszeitreform – Politischen Bummelstreik beenden, Reformversprechen jetzt einlösen!

Reform des Arbeits­­­zeit­rechts

Die Arbeit­geber der Metall- und Elektro-Industrie fordern die Bundes­­re­­gie­rung auf, den Still­­stand bei der Reform des Arbeits­­­zeit­rechts unver­­­züg­­lich zu beenden. Mehrere Monate nach der von Bundes­­a­r­­beits­­mi­­nis­terin Bärbel Bas selbst gesetzten Frist bis Ende Juni liegt weiterhin kein abge­­­stimmter Gesetz­ent­wurf vor, der die klaren Vorgaben des Koali­ti­­ons­­ver­­­trags erfüllt. Stat­t­­dessen bleibt es bei Ankün­­di­­gungen und einem bekannt gewor­­denen, nach Angaben des Minis­te­riums unab­­ge­­stimmten Papier, das zentrale Refor­m­­zu­­sagen voll­ständig verfehlt.

Gesam­t­­me­tall-Haup­t­­ge­schäfts­­führer Oliver Zander: „Die Geduld der Betriebe ist erschöpft. Wer eine Reform verspricht, eine Frist setzt und Monate später noch immer keinen trag­­fä­higen Entwurf vorlegt, betreibt poli­ti­­schen Bummel­streik. Bundes­­a­r­­beits­­mi­­nis­terin Bas muss den Still­­stand jetzt beenden und die beiden zentralen Zusagen des Koali­ti­­ons­­ver­­­trags unver­wäs­sert umsetzen, nämlich eine gesetz­­liche Wochen­­a­r­­beits­­zeit ohne Tarif­vor­be­halt und eine Vertrau­ens­a­r­­beits­­zeit ohne Zeit­er­fas­sung. Der Koali­ti­­ons­­ver­­­trag ist kein Wunsch­­zettel, aus dem sich ein Minis­te­rium nur die Punkte heraus­­su­chen kann, die in die eigene Agenda passen.“

Die Verwei­ge­rungs­hal­tung trifft dabei nicht nur die über­fäl­lige Reform des Arbeits­zeit­rechts, sondern auch die im Koali­ti­ons­aus­schuss vom 2. Juli 2026 verab­re­deten Erleich­te­rungen bei sach­grund­losen Befris­tungen und beim Kündi­gungs­schutz. Hierzu Zander: „Seit dem 2. Juli liegen die Reform­pläne auf dem Tisch. Dass hierzu bis heute ebenfalls kein Gesetz­ent­wurf vorliegt, ist ebenfalls nicht akzep­tabel.“

Weitere Infor­ma­ti­onen zur Tarif­runde 2026 in der Metall- und Elektro-Industrie unter www.damit-industrie-zukunft-hat.de.