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Beschäftigung fällt in der Metall- und Elektro-Industrie unter 3,8 Millionen

Produktionsrückgang und Beschäftigungsabbau

Im Dezember 2025 waren nach Zahlen des Statis­ti­schen Bundes­amtes 3,792 Millionen Beschäf­tigte in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) tätig. Erstmals seit Juli 2015 ist die Beschäf­tig­ten­zahl in der größten deutschen Indus­trieb­ranche damit unter die Marke von 3,8 Millionen Arbeits­plätzen gefallen.

Saison­be­rei­nigt wurde ein Minus von 5.900 Beschäf­tigten (0,16 Prozent) zum Vormonat verzeichnet, was den 23. Monats­rü­ck­gang in Folge darstellte. Im Vergleich zum Dezember 2024 waren es 102.500 Arbeits­plätze (2,6 Prozent) weniger. Gegenüber dem Höchst­stand 2019 sind in der M+E-Industrie inzwi­schen über 270.000 Arbeits­plätze verloren gegangen, was einem Rückgang um 6,7 Prozent entspricht. Aller­dings lag die M+E-Produk­tion im vierten Quartal 2025 sogar 13 Prozent unter dem Vorkri­sen­ni­veau, womit der Produk­ti­ons­rü­ck­gang weiterhin fast doppelt so hoch wie der Beschäf­ti­gungs­abbau ist.

Gesamt­me­tall-Chef­volks­wirt Lars Kroemer: „Die Beschäf­ti­gung in der M+E-Industrie sinkt seit fast zwei Jahren unun­ter­bro­chen. So eine lange Phase des Perso­na­l­ab­baus haben wir weder in der Finanz­krise 2009 noch in der Coro­na­krise 2020 gesehen. Es zeigt, in welch struk­tu­reller Krise sich der Standort Deutschland befindet. Die Groß­auf­träge kommen nicht in der Breite an. Die Unter­aus­las­tung hat sich zum Jahres­an­fang sogar weiter vergrö­ßert, sodass der Abbau von bis zu 150.000 weiteren Arbeits­plätzen allein in der M+E-Industrie in diesem Jahr droht.

Die Bundes­re­gie­rung muss daher dringend das Tempo für weitere, tief­grei­fende Reformen erhöhen, damit Unter­nehmen in Deutschland wieder inves­tieren und so die Arbeits­plätze sichern können. Vor allem die stei­genden Sozi­al­kosten und die absurde Büro­kratie bremsen Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dungen aus. Konkret müssen die im Koali­ti­ons­ver­trag verein­barten Flexi­bi­li­sie­rungen, etwa beim Arbeits­zeit­ge­setz, endlich kommen und der deutsche Sonderweg beim Liefer­ket­ten­sorg­falts­pflich­ten­ge­setz muss schnellst­mög­lich verlassen werden. Der Aufbau neuer Büro­kratie – konkret durch das Bunde­s­t­a­rift­reu­e­ge­setz oder das Entgelt­trans­pa­renz­ge­setz – muss konse­quent gestoppt werden. Denn ohne stabile Wirt­schaft gibt es auch keine stabile Regierung.“

Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunk­tur­be­richt.