Im Juni 2026 waren nach den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes 3,724 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) tätig – das ist der niedrigste Stand seit Februar 2014. Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 gingen 12.400 Arbeitsplätze verloren.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat beschäftigten die M+E-Unternehmen 2,6 Prozent bzw. 99.200 Beschäftigte weniger. Gegenüber 2019 sind damit fast 340.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, was einem Rückgang von 8,3 Prozent entspricht. Demgegenüber ist der Produktionsrückgang mit 15 Prozent fast doppelt so hoch.
Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander: „Der Beschäftigungsrückgang in der Metall- und Elektro-Industrie ist dramatisch. Der Wegfall von 340.000 Arbeitsplätzen bedeutet einen Verlust von rund 40 Milliarden Euro Wertschöpfung für unser Land. Jeder verlorene Arbeitsplatz heißt auch weniger Steuereinnahmen und Sozialbeiträge. Deshalb muss die Bundesregierung den eingeschlagenen Reformkurs ohne Wenn und Aber beherzt fortsetzen. Die Standortkosten müssen sinken, Bürokratie abgebaut und die Sozialversicherungsbeiträge auf 40 Prozent zurückgeführt werden – und zwar ohne neues Geld ins System zu pumpen, sondern mit klaren Sparvorgaben in allen Sozialversicherungszweigen. Erst wenn die Kosten sinken, werden Investitionen für die Unternehmen wieder attraktiver und somit Arbeitsplätze gesichert.“
Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunkturbericht.