Das vom ifo-Institut für Gesamtmetall monatlich erhobene Geschäftsklima für die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) verharrte im April 2026 bei minus 12 Punkten. Die aktuelle Lage wurde mit minus 11 Punkten etwas weniger negativ als im März (minus 15 Punkte) eingeschätzt. Dagegen waren die Erwartungen für die nächsten Monate mit minus 14 Punkten wieder deutlich pessimistischer (März: minus 8 Punkte).
Die zentralen Stimmungsindikatoren für die mit fast 3,8 Millionen Beschäftigten größte deutsche Industriebranche liegen damit weiterhin im Rezessionsbereich. Die negativen Folgen des Irankriegs sind immer stärker zu spüren. So melden bereits zwölf Prozent der M+E-Unternehmen Produktionsbehinderungen infolge von Materialengpässen. Zudem wurden die Produktions- und Exportpläne deutlich nach unten korrigiert und zeigen für die kommenden Monate nur eine Stagnation auf niedrigem Niveau an.
Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander: „Die Lage der deutschen Wirtschaft ist weiterhin kritisch. Zu den vier großen Plagen – hohe Steuern und Sozialabgaben, steigende Energiekosten und weiter wachsende Bürokratie – kommen nun noch Lieferverzögerungen bei Rohstoffen und Vorprodukten. Das dringend notwendige Reformgesamtpaket der Bundesregierung lässt jedoch weiterhin auf sich warten. Wir müssen die preisliche Wettbewerbsfähigkeit des Standortes wiederherstellen und zu echten Einsparungen in den öffentlichen Haushalten und Sozialkassen kommen. Zusätzliche, schuldenfinanzierte Staatsausgaben werden Deutschland nicht aus der Krise führen.“
Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunkturbericht.
Alexander Dennebaum
Pressesprecher
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