Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall kritisiert die weiterhin ausbleibende Umsetzung eines zentralen Reformversprechens der Bundesregierung. Die Bundesarbeitsministerin hatte mehrfach angekündigt, im Juni 2026 einen Entwurf zur Reform des Arbeitszeitrechts vorzulegen. Ein vor zwei Wochen kursierender Referentenentwurf war laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales lediglich ein unabgestimmter Text.
Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander: „Bundesarbeitsministerin Bas hat mehrfach versprochen, noch im Juni den längst überfälligen Entwurf zur Reform des Arbeitszeitrechts vorzulegen. Seit heute ist klar: Diese Frist ist gerissen. Stattdessen wurde bisher ein völlig unzureichender Aufguss alter Ideen bekannt, der in weiten Teilen einen gescheiterten Entwurf ihres Amtsvorgängers aus dem Jahr 2023 wortgleich übernahm.
Gesamtmetall fordert daher die Bundesarbeitsministerin auf, unverzüglich einen tragfähigen und den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. „Deutschland braucht jetzt kein weiteres Taktieren, sondern endlich Klarheit und Verlässlichkeit bei zentralen Reformen. Dazu gehören eine Wochenarbeitszeit ohne Tarifvorbehalt und eine Vertrauensarbeitszeit ohne Arbeitszeiterfassung“, so Zander.
Alexander Dennebaum
Pressesprecher
Telefon: 030-55150-215
E-Mail: dennebaum@gesamtmetall.de