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Deindustrialisierung und Arbeitsplatzverlust ist in vollem Gange

Beschäftigtenbefragung der IG Metall

Die Beschäf­tig­ten­be­fra­gung der IG Metall geht an der Realität vorbei. Laut der aktuellen Gesamt­me­tall-Unter­neh­men­s­um­frage schätzten nur 19 Prozent der M+E-Unter­nehmen ihre wirt­schaft­liche Lage zuletzt als „gut“ ein, hingegen 81 Prozent als „neutral“ oder „schlecht“. Gleich­zeitig erwarten nur 14 Prozent der Unter­nehmen für dieses Jahr eine Verbes­se­rung.

Hinzu kommt: Für zwei Drittel der M+E-Unter­nehmen ist derzeit noch gar nicht absehbar, wann sich ihre wirt­schaft­liche Lage wieder norma­li­siert. Bei fast jedem 2. M+E-Unter­nehmen lag der Gewinn 2025 bei unter 2 Prozent, jedes 4. Unter­nehmen macht sogar Verlust. Die Metall- und Elektro-Industrie steckt nach wie vor in der Krise.

Die Dein­dus­tri­a­li­sie­rung mit dem damit verbun­denen Arbeits­platz­ver­lust ist in vollem Gange. Dies nicht wahr­nehmen zu wollen, ändert nichts an der Lage. Es muss das gemein­same Ziel der Tarif­par­teien sein, die Kosten zu senken und den Standort zu retten. Eine Verken­nung der Wirk­lich­keit ist eine Gefahr für die Akzeptanz des Flächen­ta­rifs insgesamt.

Die Erge­b­­nisse der Unter­­neh­­men­­sum­frage zu Inve­s­ti­ti­onen und Stan­d­or­t­­be­­din­­gungen in der Metall- und Elektro-Industrie finden Sie hier.