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„Deutschland muss wachsen, um aus der Krise zu kommen“

Tag der Metall- und Elektro-Industrie 2026

„Deut­sch­land muss wachsen, um aus der Krise zu kommen. Wirt­schaft­liche Schwäche kann nicht dauerhaft durch höhere Steuern, höhere Sozi­a­l­ab­gaben oder zusätz­liche Schulden kompen­siert werden. Das bedeutet, Steu­er­mittel zuerst auf die Aufgaben zu konzen­trieren, die Wachstum ermög­li­chen und Zukunft sichern. Das ist auch eine Frage der Gene­ra­ti­o­nen­ge­rech­tig­keit.“ Mit diesem Appell eröffnete Gesamt­me­tall-Präsident Dr. Udo Dingl­reiter den Tag der Metall- und Elektro-Industrie 2026 (Tag M+E) heute in Berlin.

„Dafür müssen wir vor allem den Mut haben, die Dynamik der Sozi­a­l­aus­gaben zu begrenzen. Ziel ist die Rückkehr zu einem Gesamt­s­o­zi­a­l­ver­si­che­rungs­bei­trag von 40 Prozent“, erklärte Dingl­reiter. Das gelinge nur, indem die Leis­tungs­ver­spre­chen, die unser Sozi­al­staat gibt, an die Reali­täten der wirt­schaft­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit und der Demo­grafie angepasst würden. „Wir werden die Reform­po­litik der Bundes­re­gie­rung daher am 40-Prozent-Ziel messen“, ergänzte Dingl­reiter.

Die Fort­s­et­zung der Refor­ma­genda sei auch die richtige poli­ti­sche Antwort auf das Ergebnis der Land­tags­wahl in Sachsen-Anhalt. Die Bundes­re­gie­rung müsse ihren Reform­kurs konse­quent fort­s­etzen. „Allen, die jetzt Teile oder gar die ganze Refor­ma­genda in Frage stellen, muss klar sein, dass sie Wachstum und Wohlstand und damit die Arbeits­plätze in unserem Land nach­haltig gefährden. Denn die Heraus­for­de­rungen haben sich nicht verändert: Hohe Steuern, Büro­kratie, Ener­gie­kosten und Arbeits­kosten machen den Unter­nehmen schwer zu schaffen und die Dein­dus­tri­a­li­sie­rung geht voran“, begrün­dete Dingl­reiter seine Forderung.

Auch die Bürger in Deutschland sind ange­sichts eines geringen Wirt­schafts­wachs­tums, hoher Schulden, stei­gender Steuern und Sozi­a­l­ab­gaben besorgt und verlieren das Vertrauen in die Zukunfts­fä­hig­keit des Landes, wie aus einer Unter­su­chung des Instituts für Demo­skopie Allens­bach (IfD) hervor­geht, die im Rahmen des Tages der Metall- und Elektro-Industrie von IfD-Geschäfts­füh­rerin Prof. Renate Köcher vorge­stellt wurde. Ihr Resümee: Das Vertrauen der Bürger in die Politik ist gering, mit Folgen für den Konsum und die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft. Dabei schade der Eindruck von Unent­schlos­sen­heit und mühsamer Kompro­miss­suche der Politik zurzeit besonders. 75 Prozent äußerten dezi­dierte Zweifel, ob es der Bundes­re­gie­rung gelinge, die Wirt­schaft mit den richtigen Maßnahmen zu stärken.

Zu den weiteren Gästen auf dem Tag der Metall- und Elektro-Industrie gehören unter anderem Thorsten Frei, Vorsit­zender der CDU/CSU-Bundes­tags­frak­tion, Björn Böhning, Staats­se­kretär im Bundes­mi­nis­te­rium der Finanzen, sowie Martin Hagen, Gene­ral­se­kretär der FDP, Prof. Lars P. Feld, Direktor des Walter-Eucken-Instituts Freiburg, Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steu­er­zahler Deutschland, Dr. Kay Ruge, Haupt­ge­schäfts­führer des Deutschen Land­kreis­tags, Katharina Beck von Bündnis 90/Die Grünen und Prof. Jörg Rocholl, Präsident der ESMT Berlin.

Weitere Infor­ma­ti­onen zum Tag der Metall- und Elektro-Industrie 2026 und die Allens­bach-Unter­su­chung finden Sie hier.