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Erstmals seit der Corona-Krise wieder über 180.000 Arbeitslose in M+E-Berufen

Beschäftigung

Der Arbeits­markt in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) verschlech­terte sich im August 2026 weiter. Nach den heute von der Bunde­s­agentur für Arbeit veröf­fent­lichten Zahlen waren 180.300 Personen in quali­fi­zierten M+E-Berufen (Berufs­ab­schluss oder Akade­miker) arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Arbeits­lo­sig­keit um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjah­res­monat. Erstmals seit Februar 2021 stieg die Anzahl der Arbeits­losen in M+E-Berufen damit wieder über die kritische Marke von 180.000. Abgesehen vom Corona-Jahr 2020 wurde der höchste August-Wert seit 2010 regis­triert.

Gesamt­me­tall-Haupt­ge­schäfts­führer Oliver Zander: „Der Arbeits­markt zeigt immer deut­li­cher die Auswir­kungen der Dein­dus­tri­a­li­sie­rung. Pro Monat gehen allein in der M+E-Industrie 10.000 Arbeits­plätze verloren. Für eine Tren­d­um­kehr müssen die Kosten am Standort sinken. Zu hohe Steuern, Abgaben, Ener­gie­kosten und Büro­kratie verhin­dern Inves­ti­ti­onen und vernichten Arbeits­plätze. Der Bundes­kanzler hat auf der Kabi­netts­klausur in dieser Woche klar­ge­macht, dass er das Tempo beim einge­schla­genen Reform­kurs erhöhen und die Voraus­set­zungen für das Wachstum und die Beschäf­ti­gung von morgen schaffen will. Dazu gehört das Umsetzen der Renten­re­form, das Stabi­li­sieren und lang­fris­tige Rück­führen der Sozi­a­l­ver­si­che­rungs­bei­träge auf 40 Prozent sowie die im Koali­ti­ons­ver­trag verein­barte und längst über­fäl­lige Reform des Arbeits­zeit­ge­setzes mit der gesetz­lich veran­kerten Wochen­a­r­beits­zeit ohne Tarif­vor­be­halt sowie dem klaren Bekenntnis zur Vertrau­ens­a­r­beits­zeit ohne Zeit­er­fas­sung.“

Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunk­tur­be­richt.