Zum Inhalt springen

Lage am M+E-Arbeitsmarkt immer schwieriger

Beschäf­ti­gung

Die Lage am Arbeits­markt wird auch in der Metall- und Elektro-Industrie immer schwie­riger. Nach den heute von der Bunde­s­agentur für Arbeit veröf­fent­lichten Zahlen stieg die Arbeits­lo­sig­keit in quali­fi­zierten M+E-Berufen im August 2025 um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjah­res­monat an. Erstmals seit März 2021 – also mitten in der Corona-Pandemie – waren damit wieder über 170.000 Personen gemeldet, die einen Job in der M+E-Industrie suchen. Saison­be­rei­nigt nahm die Arbeits­lo­sen­zahl zum 19. Mal in Folge im Vergleich zum Vormonat zu. Spie­gel­bild­lich lag die Anzahl der offenen Stellen um 9 Prozent unter dem Vorjahr. Die Zahl betrug im August 123.700.

Gesamt­me­tall-Haupt­ge­schäfts­führer Oliver Zander: „Seit fast einem Jahr nimmt die Arbeits­lo­sig­keit in der M+E-Industrie doppelt so stark zu wie im gesamt­wirt­schaft­li­chen Durch­schnitt. Die Zahlen verdeut­li­chen einmal mehr die Folgen der Dein­dus­tri­a­li­sie­rung. Deut­sch­land steckt in der längsten Wirt­schafts­krise seit Gründung der Bundes­re­pu­blik. Die Bundes­re­gie­rung muss jetzt den Mut für massive Reformen aufbringen, wenn der Standort wieder gestärkt und der Beschäf­ti­gungs­abbau gestoppt werden soll: Der Sozi­al­staat muss moder­ni­siert und effi­zi­enter werden, die Sozi­a­l­ab­gaben dürfen nicht weiter steigen und die Büro­kratie muss abgebaut werden. Denn ohne stabile Wirt­schaft gibt es keine stabile Regierung.“

Die Perso­nal­pläne der M+E-Unter­nehmen sind im Saldo unver­än­dert abwärts­ge­richtet. Laut der monat­li­chen Sonde­rer­he­bung des ifo-Instituts für die M+E-Industrie planten im August 26 Prozent der M+E-Unter­nehmen einen (weiteren) Perso­na­l­abbau (Juli: 30 Prozent), während nur 8 Prozent ihre Beleg­schaft aufsto­cken wollen (Juli ebenfalls 8 Prozent).