Das vom ifo-Institut für Gesamtmetall monatlich erhobene Geschäftsklima für die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) ist im März 2026 auf minus 12 Punkte gesunken (Februar: minus 10 Punkte). Die aktuelle Lage wurde mit minus 15 Punkten etwas schlechter als im Februar (minus 14 Punkte) bewertet. Die Erwartungen für die nächsten Monate gaben auf minus 8 Punkte nach (Februar: minus 6 Punkte). Bereits vor dem Irankrieg lagen die zentralen Stimmungsindikatoren für die mit fast 3,8 Millionen Beschäftigten größten deutschen Industriebranche im Rezessionsbereich. Die Blockade der Straße von Hormus und der damit einhergehende Anstieg der Energiepreise sowie weitere drohende Lieferengpässe verunsichern die M+E-Unternehmen zusätzlich. Allerdings schienen unter anderem präventive Lagerkäufe die aktuelle Nachfrage punktuell zu stützen, sodass der Rückgang nicht ganz so stark wie befürchtet ausfiel.
Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander: „Die Lage ist unverändert kritisch. Die vier großen Plagen hohe Steuern und Sozialabgaben, steigende Energiekosten und weiter wachsende Bürokratie zerstören ungehemmt weiter die Fundamente des Standorts. Das lässt sich nicht länger aussitzen. Der Wähler belohnt es nicht, wenn die Wirtschaft abgewürgt wird. Das sollten alle Parteien aus den jüngsten Wahlen gelernt haben. Die Unternehmen, die noch am Standort sind, brauchen schnellstens die Signale, dass nicht nur Schulden gemacht werden, sondern die notwendigen Reformen wirklich kommen. Wenn aber nicht einmal Zusagen des Koalitionsvertrags eingehalten werden, fällt es zunehmend schwer, weiter auf eine Wende zu vertrauen.“
Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunkturbericht unter hier.
Alexander Dennebaum
Pressesprecher
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