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M+E-Geschäftsklima seit über drei Jahren ununterbrochen im Rezessionsbereich

Keine Trendwende für Deutschlands Leitindustrie

Das vom ifo-Institut für Gesamt­me­tall monatlich erhobene Geschäfts­klima für die Unter­nehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) lag auch im Juni 2026 im Rezes­si­ons­be­reich. Der zentrale Stim­mungs­in­di­kator für die mit über 3,7 Millionen Beschäf­tigten größte deutsche Indus­trieb­ranche hat sich mit minus 10 Punkten im Vergleich zum Mai (minus 12 Punkte) nur unwe­sent­lich stabi­li­sieren können. Seit 37 Monaten ist das M+E-Geschäfts­klima damit schon unun­ter­bro­chen im Rezes­si­ons­be­reich. Das ist die längste Nega­tiv­phase seit den frühen 1990er-Jahren, als der Indikator 40 Monate in Folge negativ war.

Die aktuelle Lage wurde im Juni 2026 mit minus 10 Punkten (Saldo aus positiver und negativer Lage­ein­schät­zung) wieder etwas negativer als im Mai (minus 9 Punkte) einge­schätzt. Dagegen waren die Erwar­tungen für die nächsten Monate mit minus zehn Punkten etwas weniger pessi­mis­tisch (Mai: minus 15 Punkte), da mehr Unter­nehmen zumindest von einer gleich­blei­benden Entwick­lung ausgehen. Nachfrage und Auftrags­be­stände werden aber weiterhin negativ bewertet, weshalb auch die konkreten Unter­neh­men­s­pläne zu Produk­tion und Exporten keine Trend­wende anzeigen.

Gesamt­me­tall-Chef­volks­wirt Lars Kroemer: „Deut­sch­land befindet sich weiterhin in einer drama­ti­schen Struk­tur­krise. Steuern und Sozi­a­l­ab­gaben sowie die Kosten für Arbeit, Büro­kratie und Energie sind zu hoch. Deshalb bleiben Inves­ti­ti­onen aus und Arbeits­plätze gehen weiter verloren. Alle wissen: Die Bundes­re­gie­rung muss den Standort wieder wett­be­werbs­fähig machen. Die nun vorge­legten Vorschläge der Renten­kom­mis­sion machen Mut, dass jetzt endlich die notwen­digen Struk­tur­re­formen ange­gangen werden. Doch dabei darf es nicht bleiben. Bevor es in eine Sommer­pause geht, müssen weitere Reformen folgen. Insbe­son­dere die im Koali­ti­ons­ver­trag verein­barte gesetz­liche veran­kerte Wochen­a­r­beits­zeit ohne Tarif­vor­be­halt sowie das klare Bekenntnis zur Vertrau­ens­a­r­beits­zeit ohne Zeit­er­fas­sung müssen jetzt kommen. Zudem müssen die Sozi­a­l­ver­si­che­rungs­bei­träge stabi­li­siert und drohende Erhö­hungen, z. B. bei der Rente, an anderer Stelle ausge­gli­chen bzw. einge­spart werden.“ Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunk­tur­be­richt unter

Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie  im aktuellen M+E-Konjunk­tur­be­richt.