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M+E-Geschäftsklima und Auslastung bleiben auch zum Jahresstart im Rezessionsbereich

Ausbleibende Strukturreformen

Das vom ifo-Institut für Gesamt­me­tall monatlich erhobene Geschäfts­klima für die Unter­nehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) verbes­serte sich im Januar 2026 leicht auf minus 10 Punkte (Dezember 2025: minus 13 Punkte). Sowohl die aktuelle Lage (minus 16 Punkte) als auch die Erwar­tungen für das kommende Halbjahr (minus 5 Punkte) wurden weniger pessi­mis­tisch als im Vormonat bewertet.

Aller­dings befinden sich die zentralen Stim­mungs­in­di­ka­toren für die mit rund 3,8 Millionen Beschäf­tigten größte deutsche Indus­trieb­ranche damit weiterhin im Rezes­si­ons­be­reich.

Zudem ging die durch­schnitt­liche Auslas­tung der M+E-Unter­nehmen zum Jahresstart auf nur noch 78 Prozent zurück. Das war ein Prozent­punkt weniger als im vierten Quartal 2025. Im Vergleich zum lang­jäh­rigen Durch­schnitt von 85 Prozent liegt der Auslas­tungs­grad damit um sieben Prozent­punkte zurück.

Gesamt­me­tall-Haupt­ge­schäfts­führer Oliver Zander: „Die Stimmung der M+E-Unter­nehmen ist unver­än­dert negativ. Das hängt vor allem mit der unver­än­dert schwachen Auslas­tung und den Stand­ort­de­fi­ziten zusammen. Hinzu kommen die großen Unsi­cher­heiten durch die unbe­re­chen­bare US-Zoll­po­litik, die in den aktuellen ifo-Zahlen noch kaum einge­preist ist. Kurzum: Die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Standorts steht weiterhin massiv unter Druck. Die Bundes­re­gie­rung muss sofort den Schalter auf Wirt­schafts­wachstum umlegen und die notwen­digen Struk­tur­re­formen müssen absolute Priorität bekommen. Wir brauchen eine Stabi­li­sie­rung der Sozi­al­bei­träge, schnel­lere Steu­er­ent­las­tungen für die Unter­nehmen, güns­ti­gere Ener­gie­preise und wirkliche Entlas­tung von Büro­kratie. Denn ohne eine stabile Wirt­schaft gibt es auch keine stabile Regierung.“

Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie finden Sie im aktuellen M+E-Konjunk­tur­be­richt.