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„Standortbedingungen teils über Jahrzehnte erodiert“

Mitgliederversammlung in Rheinland-Pfalz

Auf der Mitglie­der­ver­samm­lung von Gesamt­me­tall wurden heute in Deides­heim die Vize­prä­si­denten Wolfram Hatz, Arndt G. Kirchhoff und Wolf Matthias Mang sowie der Schatz­meister Folkmar Ukena für weitere zwei Jahre einstimmig im Amt bestätigt. Das Präsidium besteht zudem aus Präsident Dr. Udo Dingl­reiter und Vize­prä­si­dent Peter Sebastian Krause, die bereits vorher bis Mitte 2028 gewählt wurden.

In seinem Bericht machte Dr. Udo Dingl­reiter deutlich, wie dringend Reformen für den Standort seien: „Seit 2019 sind allein in unserer Industrie mehr als 300.000 Arbeits­plätze verloren gegangen. Jeden Monat folgen weitere als Konse­quenz einer andau­ernden Unter­aus­las­tung der Kapa­zi­täten. Zuletzt waren es im April 15.600 Arbeits­plätze, die wegfielen.“ Dr. Dingl­reiter betonte, dass inter­na­ti­o­nale Krisen nicht als Ausrede herhalten dürften: „Während sich Welt­handel und weltweite Indus­trie­pro­duk­tion allen Krisen zum Trotz auf einem stetigem Wachs­tums­pfad befinden, hat sich die Produk­tion nur hier­zu­lande von diesem Wachs­tums­pfad entkop­pelt. Die Stand­ort­be­din­gungen in Deutschland sind über Jahre, teils Jahr­zehnte, hinweg erodiert. Die fehlende Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Standorts schlägt sich in einem massiven Inves­ti­ti­ons­rü­ck­gang und einer anhal­tenden Dein­dus­tri­a­li­sie­rung nieder.“

Die gute Nachricht sei: „Die Heraus­for­de­rungen sind enorm, und die Zeit drängt. Aber noch sind sie lösbar. Wir müssen nur bereit sein, die Probleme ehrlich zu benennen und entschlossen anzugehen“, so Dr. Dingl­reiter.